WATTWIL: «Aufs Auge spezialisiert»

Vor 30 Jahren eröffneten Dieter und Kathrin Ott ihr Augenoptikfachgeschäft. Die Toggenburger wüssten ein gutes Fachgeschäft zu schätzen, betonen die Inhaber.

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Zwei Generationen: Tochter Nicole de Jager-Ott mit Dieter und Kathrin Ott. (Bild: PD)

Zwei Generationen: Tochter Nicole de Jager-Ott mit Dieter und Kathrin Ott. (Bild: PD)

Am 1. Mai 1987 war es, als der diplomierte Augenoptiker SBAO Dieter Ott die grosse Chance sah, dass sein Traum in Erfüllung gehen könnte. Für das Augenoptikgeschäft an der Bahnhofstrasse 3 in Wattwil wurde im Stillen eine Nachfolge gesucht, und der damals 30-jährige Berufsmann aus Winterthur, der sich auf Kontaktlinsen und Sehtests spezialisiert hatte sowie an der Gewerbeschule Lehrlinge unterrichtete, konnte sich wunschgemäss mit seinem breiten Wissen selbstständig machen. «Es war ein Zufall, dass wir ins Toggenburg gekommen sind», erinnert er sich heute, «doch rückblickend kann ich sagen: Es ist uns zugefallen. Ein Glücksfall. Unsere Arbeit hat uns über all die Jahre hinweg grosse Freude bereitet. Unsere Kundinnen und Kunden sind fachlich aufgeschlossen, modisch neugierig, treu und wissen gute Augenoptik zu schätzen. Selbst nach 30 Jahren sind wir deswegen noch immer hoch motiviert.»

Zweite Generation im Betrieb

Wir – das waren in den Anfangsjahren neben dem Augenoptikermeister Dieter Ott seine Frau Kathrin, von Haus aus Arztgehilfin, die sich um das Administrative des einstigen Betriebs mit vier Angestellten kümmerte. Heute zählt das Unternehmen, die Teilzeiter eingerechnet, 13 Mitarbeitende. Mit Nicole de Jager-Ott, ausgebildete Fachfrau Unternehmensführung und Absolventin der Hotelfachschule, hat vor fünf Jahren die Tochter das Organisatorische und das Marketing von der Mutter übernommen. «Ich bin mit dem Geschäft aufgewachsen», sagt die 31-Jährige, «es hat mich mein Leben lang begleitet. Wenngleich mein Einstieg nicht geplant war, so finde ich es doch schön, damit den Traum meines Vaters weiterzuleben.»

16 Augenoptiker-EFZ-Lehrlinge hat Augenoptik Ott über die drei Jahrzehnte ausgebildet, stets arbeiten drei Augenoptiker mit Meisterabschluss im Betrieb. Das Fachliche ist dem Unternehmer denn auch wichtig: 15 Jahre lang stand Dieter Ott als Experte für die Meisterprüfungen im Einsatz. «Unser Beruf ist enorm vielseitig. Er hat modische Aspekte, unternehmerische Seiten mit dem Verkauf und der Beratung. Und fachliche, denken wir nur an die vielen Aufgaben einer Brille, an die Sonnenbrille, die Schutzbrille, die Sportbrille, die Schiessbrille.»

In den 30 Jahren seiner Geschäftstätigkeit hat sich vieles verändert. Sonnenbrillen beispielsweise sind längst auch bei Kindern gängig geworden, und aktuell ist die Thematik des Schutzes vor Blaustrahlung durch lange Arbeitszeiten vor dem Bildschirm. «Ich lege Wert auf die ­Bezeichnung Augenoptik», sagt Dieter Ott, «denn wir sind auf das Auge spezialisiert. Und es erfüllt uns mit Stolz, die individuelle Sehproblematik, mit der ein Kunde uns aufsucht, zu erfassen, zu analysieren und schliesslich lösen zu können.»

Und Kathrin Ott ergänzt: «Wir legen grossen Wert aufs Persönliche. Mit den Preisen der Discounter und des Versandhandels im Internet können wir nur schlecht mithalten. Aber wir können im Kunden den Menschen sehen und ihn bei unserer Arbeit in den Mittelpunkt stellen, was uns und dem ganzen Team ­Motivation und Befriedigung schenkt.» (pd)