WATTWIL: Atmosphäre und Innovation anno 2016

Die 29. Generalversammlung des Kinos Passerelle von vergangenem Mittwoch zeigte Erfreuliches: Den Umbau der Säle, stabile Finanzen und ein vielfältiger Filmprogramm-Mix 2016.

Patricia Wichser
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Paul Balzer, Aktuar; Florian Schällibaum, Präsident; Peter Bötschi, Geschäftsführer; Marco Knaus, Kassier, und Hansruedi Kugler, Vizepräsident. (Bild: Patricia Wichser)

Paul Balzer, Aktuar; Florian Schällibaum, Präsident; Peter Bötschi, Geschäftsführer; Marco Knaus, Kassier, und Hansruedi Kugler, Vizepräsident. (Bild: Patricia Wichser)

Patricia Wichser

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«Im Kinojahr 2016 kamen 19982 Besucher in unser Kino, was rund zwölf Prozent weniger entspricht als im Jahr zuvor», erklärte Florian Schällibaum, Präsident der Genossenschaft Kino Passerelle. Die Statistik von ProCinema gibt jedoch Aufschluss, dass 2016 ein schlechteres Jahr für die gesamte Kinobranche war. Nichtsdestotrotz bot das Kino Passerelle ein vielfältiges Programm, mit wunderschönen Filmen, welche nicht die grossen Massen anlockte, aber auch Kinolieblingen, welche sogar «Kinomuffel» in die Passerelle lockten.

Der Ausbau ist nun abgeschlossen

«In den letzten Jahren haben wir Sie wiederholt über unser Ausbauprojekt informiert – das können wir nun lassen», fuhr Florian Schällibaum fort. Das Ausbauprojekt unter der Leitung von Florian Schällibaum ist abgeschlossen, und die atmosphärische Aufwertung der Kinosäle erfreut die Betreiber sowie die Besucherschar. Das Projekt schliesst finanziell gut ab. Das hat seinen Grund. «Ich möchte allen Beteiligten unseren Dank aussprechen. Insbesondere bedanken wir uns herzlich bei den öffentlichen Körperschaften, den Stiftungen, Firmen und Privatpersonen für die grosse finanzielle Unterstützung im Zusammenhang mit dem Ausbau. Die Neubestuhlungen und Anpassungen wären für unser Genossenschaftskino finanziell ohne ihre Unterstützung nicht tragbar gewesen», erklärte Florian Schällibaum. Das Kino kann noch weitere Innovationen aufweisen. So führte das Mitarbeiterteam des Kinos «über Nacht» ein neues Kassensystem ein und entwickelte ein neues Reservationssystem fürs Internet. Besonders bei grossem Besucherandrang hat sich das Kassensystem bewährt und das Reservationssystem wird rege genutzt. Florian Schällibaum sprach den Kinomitarbeitern seinen Dank aus. Geschäftsführer Peter Bötschi blickte auf die Top-Ten-Filme zurück, aber auch die wertvollen Filme jenseits des Mainstreams. Die Top Ten führt «Alpzyt» von Thomas Rickenmann an. «Schellenursli» (Platz 6) und «Heidi» (Platz 2) dominierten auch 2016. Dies, weil der Kinostart wohl 2015 war, aber sie auch bis in den Frühling 2016 liefen. In den vorderen Rängen ist auch der Film «Der grosse Sommer» (Platz 3) mit Mathias Gnädinger zu finden. Sehr beliebt war auch «Pettersson und Findus» auf Platz 7. «Ein liebevoller Kinderfilm, der die traditionellen Werte betont», sagte Peter Bötschi. Das Toggenburger Publikum mag auch «thematische Filmkost» wie «Das Tagebuch der Anne Frank», «Ich bin dann mal weg», «Florence Foster Jenkins» oder «Sully» stiessen ebenfalls auf Interesse. Emotionale Nachhaltigkeit boten unter anderem die Filme «An – Von Kirschblüten und roten Bohnen» und «Our Little Sister», beides japanische Filme. Hervorgehoben kann auch der türkische Film «Mustang» werden, welcher nicht nur 2016 höchst aktuell war, da es um die Freiheit und Selbstbestimmung junger Frauen in der Türkei geht.

Gesunde Finanzen und Bestätigung im Amt

Marco Knaus präsentierte die Jahresrechnung 2016. Im vergangenen Jahr konnten sieben Genossenschafter dazugewonnen werden. Die Rechnung schliesst erfreulich ab: Statt einem Verlust resultierte ein Gewinn und damit ein leicht höheres Genossenschaftseigenkapital. Beim Anlagevermögen sind beim Mobiliar Bestuhlung neu 12400 Franken aufgeführt. «Das Kino Passerelle steht auf finanziell gesunden Beinen», erklärte Marco Knaus abschliessend.

Nach drei Jahren Amtszeit ist ausserdem eine Bestätigungswahl der Vorstandsmitglieder statuarisch von Nöten. Vizepräsident Hansruedi Kugler, Kassier Marco Knaus und Präsident Florian Schällibaum wurden einstimmig gewählt.

www.kinopasserelle.ch