Wasserversorgung Krinau neu regeln

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger liessen sich an der Vorgemeinde in Krinau über die kommenden grundlegenden Veränderungen in der Gemeinde informieren. Die Gelegenheit Fragen zu stellen oder Vorschläge einzubringen wurde kaum genutzt.

Kathrin Burri
Merken
Drucken
Teilen

krinau. Alex Hollenstein, Geschäftsleiter der Thurwerke AG, informierte über die allfällige Übernahme der Wasserversorgung Krinau. Madlen Früh fasste den Stand der Krinauer Wasserversorgung kurz zusammen und schloss mit den Worten: «Die Versorgungssicherheit im heutigen Zustand kann nicht mehr gewährleistet werden.» Das Reservoir wurde 1933 gebaut und ist für 50 Kubikliter Brauch- und 125 Kubikliter Löschwasser konzipiert – beide Wasseranteile in einer Kammer vereint. Die Wasserqualität wurde mehrmals beanstandet. Das Reservoir steht an einem unwegsamen Ort und das Löschwasser muss von Hand ausgelöst werden.

Bodenwies nicht weiter nutzen

Die Wasserversorgung Krinau hätte einen enormen Investitionsbedarf, müsste das Reservoir saniert werden. Eine Möglichkeit, die Alex Hollenstein im Sinne der Übernahme vorgeschlagen hat, ist ein neues Reservoir an der Älplistrasse, an erhöhter Lage zu bauen, die Älpliquellen umzuleiten und zuerst die Wasserqualität zu prüfen. Das Wasser aus dem Reservoir Bodenwies besteht vorwiegend aus Grundwasser. Die Qualität des Wassers ist mangelhaft. Deshalb soll das Reservoir nicht mehr weiterbetrieben werden. Die Wasserkosten bei einer Übernahme für 1000 Liter Wasser betragen zwei Franken. Die Abonnenten müssten die Kosten für die Hausanschlüsse übernehmen. Die Thurwerke erhebt keinen Anspruch auf den Gebäudewert und keine Grundgebühr. Die Grundpauschale wird nur mit dem Verbrauch des Wassers berechnet. Eine Gegenüberstellung der Verrechnungen von 16 Liegenschaften zeigte, dass nur gerade drei einen höheren Betrag zahlen müssten. Die Abstimmung der Thurwerke AG findet Ende März statt. Madlen Früh sowie Alex Hollenstein hoffen, dass der Übernahme der Krinauer Wasserversorgung zugestimmt wird. Als grosse Veränderung für Krinau wurde der mögliche Zusammenschluss mit Wattwil gewertet. Arbeitsgruppen haben sich damit auseinandergesetzt und Lösungen gesucht. Weil die Verhandlungen zeitintensiv sind, konnten diese noch nicht abgeschlossen werden. Die Grundsatz- und Sachabstimmung über das Gemeindevereinigungsgesetz wird an der Urne erfolgen. So werden mehr Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme abgeben als an einer Bürgerversammlung. Bei einer Urnenabstimmung werde mit einer Stimmbeteiligung von rund 47 Prozent gerechnet, bei einer Bürgerversammlung läge der Anteil bei knapp zehn Prozent, erklärte Madlen Früh.

Die weiteren Traktanden gaben kaum Anlass zu Diskussionen. Die Bürgerinnen und Bürger konnten in Bezug auf den Gebrauch der Gelder aus dem Breitenmoser-Fonds beruhigt werden. Der Breitenmoser-Fonds ist ausschliesslich für Krinau bestimmt. Die Unstimmigkeiten im Winterdienst konnten bereinigt werden. Die Schneeräumungsarbeiten wurden ausgeschrieben und zugeteilt. Der Winterdienst funktionierte zur Zufriedenheit. Um Interessenskonflikte zu umgehen, hat Max Bretscher das Ressort Winterdienst übernommen. Ein Anteil des Grundstückes Mühle konnte an das Ehepaar Mathias und Maya Wickli verkauft werden. Noch ist ein Grundstück zu verkaufen.

Rechnung und Budget

Abweichungen vom Budget zur Rechnung im positiven wie im negativen Sinn, waren alle nicht besorgniserregend.

Es wird weiterhin mit den selben Steuereinnahmen gerechnet. Niemand nutzte die Gelegenheit Fragen zur Rechnung zu stellen. Und als kleine Überraschung für alle Anwesenden kam die Gemeinde Krinau für die Getränkekonsumation während der Vorversammlung auf.