Wasserfluhstrasse hat Sanierung nötig

NECKERTAL/LICHTENSTEIG. An verschiedenen Stellen wurde der Belag der Wasserfluhstrasse geflickt. Die Gesamtsanierung der Strasse zwischen Steig oberhalb von Neckertal und Lichtensteig ist als Projekt zweiter Priorität im Strassenbauprogramm 2014 bis 2018 enthalten.

Martin Knoepfel
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An einigen Stellen ist der Belag der Wasserfluhstrasse geflickt worden. Der Kran hat nichts damit zu tun. (Bild: Martin Knoepfel)

An einigen Stellen ist der Belag der Wasserfluhstrasse geflickt worden. Der Kran hat nichts damit zu tun. (Bild: Martin Knoepfel)

Wenn man mit dem Auto über die Wasserfluh fährt, fallen an verschiedenen Stellen Flecken offensichtlich frischen Strassenbelags auf. Das gilt sowohl für die West- als auch für die Ostseite des Passübergangs. Geflickte Stellen findet man vor allem zwischen der obersten Haarnadelkurve auf der Neckertaler Seite und der Passhöhe sowie zwischen der Passhöhe und der Haarnadelkurve beim Schützenhaus oberhalb von Lichtensteig. Die Strasse ist trotz der Reparaturen weiterhin auf einigen Abschnitten sehr holprig. Der Strassenbelag ist zudem relativ dünn. Die Strasse ist teilweise recht schmal.

Budget sprengen

Im kantonalen Strassenbauprogramm 2014 bis 2018 ist die Wasserfluhstrasse als B-Projekt respektive Projekt zweiter Priorität enthalten. Es handelt sich dabei um den Abschnitt zwischen Lichtensteig und der Steigstrasse in Brunnadern. Die Kosten werden auf fünf Millionen Franken geschätzt. Das Strassenbauprogramm ist vom Kantonsrat so verabschiedet worden. Es handle sich bei der Wasserfluhstrasse um ein Sanierungsprojekt, welches das Budget des Strassenunterhalts sprengen würde. Deshalb habe man das Vorhaben ins laufende Strassenbauprogramm aufgenommen, sagt der stellvertretende Kantonsingenieur Marcel John dazu. Die Wasserfluhstrasse sei in einem sehr schlechten Zustand. Man habe im kantonalen Tiefbauamt aber noch nicht diskutiert, ob man sie in die Kategorie A aufnehmen wolle, da man jetzt mit Bauprojekten der ersten Priorität stark ausgelastet sei. Daran werde sich bis Ende 2016 oder Anfang 2017 nichts ändern. Gegen Ende der Laufzeit des Strassenbauprogramms werde sich zeigen, welche Projekte der zweiten Kategorie man nachziehen könne.

Wieder neu beurteilen

Ein Projekt, das schon in einem Strassenbauprogramm in der zweiten Kategorie aufgeführt sei, habe sicher grössere Chancen als andere, zum A-Projekt aufzusteigen. Mit Blick auf ein neues Strassenbauprogramm würden jedoch alle Projekte neu beurteilt, sagte Marcel John.

Das Strassenbauprogramm 2014 bis 2018 enthält B-Projekte mit Gesamtkosten von total rund 51,8 Millionen Franken, von denen der Kanton 35,4 Millionen Franken bezahlen müsste. Es handelt sich um eine breite Palette von Projekten. Zum Teil geht es auch nicht um Bauvorhaben, sondern um Studien. Zu den A-Projekten zählen unter anderem die Umfahrungen von Bütschwil (im Bau) und Wattwil.