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WASSERAUEN: «Kein Fluchtweg mehr»

Gleitschirmflieger hadern mit der Landeplatz-Situation in Wasserauen. Immer mehr Autos würden den Anflug zu einem gefährlichen Unterfangen machen. Der Landeplatzverantwortliche hält dagegen.
Roger Fuchs
Thomas Wöllner schoss dieses Bild beim Anflug auf Wasserauen. Die vielen Autos machen ihm als Gleitschirmpiloten Sorgen. (Bild: pd/Facebook)

Thomas Wöllner schoss dieses Bild beim Anflug auf Wasserauen. Die vielen Autos machen ihm als Gleitschirmpiloten Sorgen. (Bild: pd/Facebook)

WASSERAUEN. Thomas Wöllner aus Herisau ist seit 29 Jahren passionierter Gleitschirmflieger. Angesichts einer zunehmenden Anzahl Autos in Wasserauen fragt er sich, ob die Gleitschirmflieger künftig zwischen den Fahrzeugen landen müssen. Ein besonderer Dorn im Auge ist Wöllner, dass eine nahegelegene Kiesgrube zur Wiese wurde und seither dort ebenfalls Autos parkiert würden. «Dadurch hat man keinen Fluchtweg mehr», sagt er. Seinen Unmut drückt der Gleitschirmpilot auch auf Facebook aus. Und er erntet Zustimmung. Auch andere sprechen von immer mehr zuparkierter Fläche, jemand kommentiert mit «indischen Zuständen» und eine weitere Person schreibt, dass sie angesichts der vielen Menschen nicht mehr gerne im Alpstein fliegen gehe.

Verantwortlich für die insgesamt drei Landeplätze im Alpstein ist Daniel Graf. Ihm als Vorstandsmitglied der Fluggemeinschaft Alpstein obliegt es, den Kontakt zu den Eigentümern von Start- und Landeplätzen zu pflegen. Er relativiert das Problem: «Die ganze Aufregung begreife ich nicht.» Trotz parkierter Wagen auf der einstigen Kiesgrube sei der Landeplatz für Gleitschirmflieger unverändert geblieben und die Gesamtsituation nicht gefährlicher als früher. Wer den Landeplatz anvisiere, treffe diesen, ist Graf mit seinen zwanzig Jahren Flugerfahrung überzeugt. Gleichzeitig verschweigt er aber nicht, dass es zwei- bis dreimal pro Jahr passieren kann, dass jemand in den offiziellen Parkplatz hineinfliegt und sich dabei Verletzungen zuzieht. Ein Gleitschirmpilot komme in der Regel mit 30 bis 40 Stundenkilometern angeflogen.

Regelwidrige Landungen

Seit diesem Frühjahr sind die Landeplatzregeln auf einer neuen Tafel festgehalten. Wer sich daran hält, hat gemäss Daniel Graf keine Probleme mit den Autos. Sorgen machen würden ihnen jene Piloten, die sich nicht an die Regeln halten und «ungesittete Landungen» hinlegen. Das müsse nicht sein. Frühzeitig erkennbare Windsäcke würden die Anflugrichtung signalisieren. Trotzdem: Die Diskussionen in den sozialen Medien haben Daniel Graf bewogen, die Thematik am 20. September mit dem Vorstand zu besprechen. Danach werde er bestimmt auch das Gespräch mit dem Landeigentümer und der Ebenalpbahn suchen.

Landbesitzerin ist Familie Wild. Gemäss Emil Wild existiert seit 1997 ein Vertrag mit dem Club. Dieser informiere die Fliegerinnen und Flieger oft ungenügend, bemängelt Wild. Was die Autos auf der einstigen Kiesgrube betrifft, so hält er fest, dass früher dort auch nicht gelandet werden konnte. Überdies seien sie sehr tolerant, wenn einmal jemand den Landeplatz verfehle. Dieser Landeplatz ist gemäss Wild denn auch kein Übungsplatz, was immer wieder missachtet werde.

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