«Was wir gelacht haben»

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In persönlich gefärbten Erinnerungen entstand durch die Worte Jost Kirchgrabers ein lebendiges Bild des verstorbenen Sakristans. Schon die ersten Kontakte mit dem damals noch sehr jungen neuen Mesmer hätten ihm sein Interesse und seine Kenntnisse gezeigt, auch was die Kulturgeschichte betrifft. So habe Röder der Umbaukommission damals erklärt, dass der dunkle Stein in der Abstufung zwischen Schiff und Chor sowie der kunstvolle Träger der Kanzel aus Säntis-Marmor bestehen. Kirchgraber zitierte auch Röders Kollegin Maria Schwizer: «Er wusste einfach alles. Als er nicht mehr da war, wusste niemand, wo sich die Wasserschlösser im Johanneum befinden. Er hatte alles im Kopf. Und was wir gelacht haben bei der Arbeit. Zum Beispiel beim etwas tückischen Aufstellen des Christbaums im Chor. Bei ihm war alles einfach nie ein Problem.» (pek)