Was kann Herr Andreani eigentlich?

Wir stehen in der zweiten Runde zur Wahl des Herisauer Gemeindepräsidenten und wissen immer noch nicht, was Herr Andreani eigentlich kann. Welche Fähigkeiten, welchen Leistungsausweis bringt er mit, um das wichtigste Amt unserer Gemeinde zu übernehmen?

Susanna Brönnimann Bachstrasse 37 9100 Herisau
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Wir stehen in der zweiten Runde zur Wahl des Herisauer Gemeindepräsidenten und wissen immer noch nicht, was Herr Andreani eigentlich kann. Welche Fähigkeiten, welchen Leistungsausweis bringt er mit, um das wichtigste Amt unserer Gemeinde zu übernehmen?

Herr Andreani ist Architekt, so steht es auf seinem Prospekt. Wo hat er seinen Beruf gelernt? Welche Bauprojekte hat er realisiert? Hat er vielleicht einmal ein Architekturbüro geleitet? Herr Andreani wohnt seit 23 Jahren in Herisau. Von den ersten 20 Jahren wissen wir nichts, und ich habe nie von einem Engagement in der Öffentlichkeit gehört. War er in einem Verein? Hat er vielleicht sogar einen geleitet? Mir ist nichts davon bekannt. Auch Google, wo fast alles verzeichnet ist, weiss nicht mehr, als dass Herr Andreani in der Bildungsdirektion des Kantons Zürich arbeitet. Auf ihrer Website ist er nicht aufgeführt, weil dort nur «Personen aufgelistet seien, die eine leitende Funktion innehätten. Renzo Andreani dagegen sei ein <normaler> Mitarbeiter.» Seine Abteilung hat keine operativen Aufgaben (vgl. Appenzeller Zeitung vom 13. September). Und ich frage mich, was er dort geleistet hat. Führungserfahrung konnte er an dieser Stelle wohl nicht erwerben. Auf Facebook erfährt man noch, dass Herr Andreani von 2008 bis 2011 gleich dreimal die Stelle gewechselt hat. Das ist für einen Mann in seinem Alter sehr ungewöhnlich und wirft Fragen auf. Und er will jetzt, zwei Jahre später, schon wieder wechseln.

Es macht mir Sorgen, wenn ich daran denke, dass am 27. Oktober Herr Andreani mit einem Zufallsmehr als Gemeinderat und Gemeindepräsident gewählt werden könnte, obwohl wir über seine Führungserfahrung und seinen Leistungsausweis nichts wissen. Können wir uns das leisten? Kann sich Herisau das leisten? Mit Ueli Strauss steht ein Mann zur Wahl, der vielfach gezeigt hat, was er kann (vgl. www.uelistrauss.ch) und alles mitbringt, was das Amt des Herisauer Gemeindepräsidenten erfordert.

Der Entscheid fällt in diesem Fall leicht: Wählen wir Ueli Strauss in den Gemeinderat, wählen wir ihn zum Gemeindepräsidenten. Es kommt auf jede Stimme an.

Strauss hebt sich von Andreani klar ab

Die letzten Leserbriefe vom Samstag zum zweiten Wahlgang für einen neuen Gemeindepräsidenten in Herisau haben mich doch noch zum Leserbriefschreiben herausgefordert. Es ist ja legitim, die Vorteile eines Kandidaten immer wieder hervorzuheben, und das mit Herzblut. Doch immer das gleiche zu wiederholen und den Gegenkandidaten quasi als «Ausserirdischen» abzutun ist für mich zu billig, da fehlen einfach die entscheidenden Argumente. Fast einhellig werden die zwei Kandidaten gleichwertig und mit gleichem Rucksack dargestellt. Da bin ich anderer Meinung. Der Leistungsausweis von Ueli Strauss hebt sich von seinem Gegenkandidaten klar ab. Vor allem aber seine klare Vorstellung sowie Erfahrung, eine Politik der Nachhaltigkeit zu betreiben, haben mich überzeugt. Ebenso seine – für die einen zu forsche – Art, Standpunkte zu vertreten und diese auch gegen starke Widerstände – auch seiner eigenen Partei – mit guten Argumenten zu verteidigen. Für mich bringt hier der «Auswärtige» Eigenschaften mit, welche erst nach ein paar Jahren im Amt Früchte tragen werden.

Herisau braucht eine Persönlichkeit an der Spitze, welche unser Dorf vorwärts bringt, nicht einen Präsidenten, der von seiner eigenen Partei dauernd ausgebremst wird respektive vom Goodwill der andern Parteien leben muss.

Der Wanderbühne «Ledi» sei Dank

Auf der «Ledi»-Bühne war es möglich und erlaubt zuzuhören, zu lernen, zu diskutieren, nachzudenken, zu reden, zu schauen, zu lachen, zu singen. Unten drin an der Bar oder im Ausstellungsbereich konnte man ganz für sich allein oder gemeinsam weiter über das Erlebte sinnieren. Das waren einmalige und bereichernde Momente im Rahmen des Jubiläumsjahres 500 Jahre Beitritt des Landes Appenzell zur Eidgenossenschaft. Den rührigen und unermüdlichen Organisatoren und den zahllosen Helferinnen und Helfern ein riesiges Dankeschön.

Zwar wurde 1597 die Teilung des Landes Appenzell beschlossen, doch was auf der «Ledi» einen unvergesslichen Sommer lang zu erleben war, das bereitete ungeteilte und nachhaltige Freude. Danke.

Schöne Begegnung auf dem Berg

Meine Frau und ich bestiegen am Samstag, 28. September, den Hohen Kasten. Nach ungefähr einer Stunde viel zu schnellen Anstiegs setzte sich meine Frau schon erschöpft auf eine Bank unterhalb des Gasthofs Ruhsitz. Ein freundlicher, wohl einheimischer Herr erkannte sofort die Situation und tröstete meine Frau mit «Das schaffen sie schon» und anderen aufmunternden Worten.

Wir verabschiedeten uns gut gelaunt und gestärkt zur weiteren Tour. Wir nahmen dann den Weg über die geteerte Strasse im Norden des Kamors und des Hohen Kastens und kamen dann nachmittags gegen 15 Uhr am Gipfel an.

Wem begegneten wir? Dem freundlichen Herrn mit seiner Frau. Die zwei gratulierten uns so erfreut, ja verbindlich, und schenkten uns einen 10-Franken-Schein.

Er erzählte dann kurz seine Lebensgeschichte. Er hatte einen Hirnschlag erlitten und war wieder voll genesen. Er machte einen dankbaren und glücklichen Eindruck.

Wir, meine Frau und ich, danken ihm für die freundliche Begegnung und diese überraschende, pekuniäre Geste. Herzlichen Dank.

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