Warum in der Ferne wandern...

Seniorenwanderer Toggenburg

Ernst Roth
Drucken
Teilen
Der Aufstieg zur Stämisegg war happig. Anschliessend ging es abwärts zum Laubergaden. (Bild: PD)

Der Aufstieg zur Stämisegg war happig. Anschliessend ging es abwärts zum Laubergaden. (Bild: PD)

Wenn das Schöne liegt so nah? Dies trifft zu für die am Dienstag, 4. Juli, durchgeführte Wanderung der Seniorenwanderer Toggenburg. Treffpunkt war der Bahnhofplatz Wattwil, wo das Wanderleiterpaar Anita Schmid und Franz Schäfle bei stahlblauem Himmel 31 Seniorinnen und Senioren zu folgender Wanderung begrüssen durfte: Wattwil – Steintal – Stämisegg – Laubengaden – Krinau – Gruben – Gurtberg – St. Loreto. Begonnen hat die Wanderung mit einem steilen Aufstieg am Klösterli vorbei zum Wattwiler Steintal. Das Klösterli, welches während 400 Jahren durch Kapuzinerinnen belebt war, musste aus Altersgründen einer anderen Nutzung übergeben werden. Die Kapuzinerinnen wurden auf der Suche nach einer Lösung auf die Fazenda aufmerksam. Die Gesundheit der Frau Mutter liess so schnell nach, dass sie und die Mitschwestern noch im Jahr 2011 das Kloster verlassen mussten. Seit 1. April 2012 lebt die Fazenda-Gemeinschaft im Klösterli. Gemeinsam bewirtschaften sie eine Pilgerherberge, pflegen das Klosterareal, bewirtschaften den Garten und schauen zu den Tieren. Bezüglich Betreuung der Bewohner fühlt sich Fazenda Franz von Assisi verpflichtet, der schon vor 800 Jahren Ausgegrenzte angenommen und die Sorge für sie übernommen hat. Schweissgebadet erreichten wir das Steintal, von wo wir nach einem längeren flachen Stück und einem anschliessend happigen Aufstieg die Stämisegg erreichten. Von da an ging es bergab zum Laubergaden und wieder rauf und runter, bis wir dann nach einem letzten Aufstieg Dicken ob Krinau erreichten. Hier überraschte uns die Wanderleitung mit Getränken und salzigen Leckereien, angeboten durch eine fast allen bekannte Fee. Die letzte Wegstrecke führte uns auf einem wunderschönen und leichten Wanderweg zum Mittagessen ins Restaurant Freudenberg, Gruben. Aufgestellt und fröhlich ging es nach dem feinen Mittagessen leichten Fusses über Gurtberg und Äuli zum Endziel St. Loreto. Mit dem öffentlichen Verkehr kehrte die fröhliche Schar wieder nach Hause zurück. Besonders die Wege durch Wiesen zeigten, dass unsere begangene Route nicht viel bewandert wird.

Auch unter den 31 Mitwandernden konnte man vernehmen, dass sie gewisse Teilstrecken noch nicht gekannt haben. Un­bekanntes erlebt man eben nur, wenn man Wanderungen der Seniorenwanderer Toggenburg mitmacht. Es war einfach wieder nur schön und entspannend.

Ernst Roth

Die nächsten Wanderungen: Halbtagswanderung am Dienstag, 8. August: Nesslau – Hagis­egg – Ennetbühl – Windegg – Chromen – Krummenau. Start: 13.31 Uhr ab Wattwil Bahnhof oder 13.55 Nesslau Bahnhof. Ganztagswanderung am Dienstag, 15. oder 22. August: Rheintaler Höhenweg, vierte Etappe: Altstätten – Forstkapelle – Eichberg – Hard – Kobelwald – Oberriet. Start: 9.01 Uhr Wattwil Bahnhof oder 10.40 Uhr Altstätten Bahnhof.