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Warum ich zu Hause bleibe

Brosmete
Stephanie Sonderegger

Und, was schauen Sie gerade so? Sind Sie auch so angefressen von «Game of Thrones» oder sind Sie eher der «House of Cards»-Typ? Schauen sie gerne «Grey’s Anatomy» oder ist Ihnen «Narcos» doch lieber?

Sie wissen nicht, wovon ich spreche? Das ist vielleicht gar nicht schlecht. Zumindest haben Sie dann mehr Zeit zur Verfügung als ich. Denn sobald der Sommer verflogen ist und die kalten Tage vor der Türe stehen, werde ich zum Serien-Junkie. Das bedeutet: Ich verlasse das Haus nur, wenn ich wirklich muss. Schliesslich möchte ich nicht verpassen, was mit dem gutaussehenden, dunkelhaarigen Patienten von Meredith Grey aus «Grey’s Anatomy» passiert. Und natürlich möchte ich wissen, ob Cosima aus «Orphan Black» wieder gesund wird und wie es mit ihrer Klon-Schwester Rachel ausgeht.

Alles, was ich zu meinem Glück brauche, ist mein Sofa, ein warmer Tee und eine Kuscheldecke: Perfekt ist der Serientag! Je nach Müdigkeitsgrad passe ich dann die Serienauswahl an. Ausgeklügelte Serien kommen nur zum Zug, wenn ich hellwach bin. Leichte Kost hingegen kann ich ruhig verschlafen. Der Winter ist schliesslich lang, und die Folge kann jederzeit wiederholt werden.

Sie halten meinen Serienkonsum für absurd? Das ist er auch. Das finden übrigens auch die Angestellten meines Fitnesscenters, welches ich dezent vernachlässige. Erst kürzlich hatte ich eine nette Fitnesstrainerin am Telefon. Sie wollte wissen, weshalb ich so lange nicht mehr da war. «Weil Alicia Florrick aus ‹The Good Wife› gerade spannende Fälle löst», wollte ich grad sagen, verkniff es mir dann aber im letzten Moment. «Ich schlage mich zurzeit mit Halsschmerzen rum», antwortete ich stattdessen. Ich hatte ja gelernt: Krank sein und Sport verträgt sich nicht. Und übermässiger Serienkonsum geht wohl auch unter Krankheit. Ob Meredith Grey die wohl heilen kann?

Stephanie Sonderegger

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