Warum Dunant statt in Heiden in Zürich begraben wurde

Heiden war die letzte Station im Leben des Rot-Kreuz-Gründers Henry Dunant. Hier verbrachte er 18 Jahre, ehe er am 30. November 1910 verstarb.

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Heiden war die letzte Station im Leben des Rot-Kreuz-Gründers Henry Dunant. Hier verbrachte er 18 Jahre, ehe er am 30. November 1910 verstarb. Warum befindet sich sein Grab aber in Zürich und nicht im Biedermeierdorf? Dunant-Kenner Hans Amann, der an der diesjährigen Gedenkfeier den Anerkennungspreis der Paul-Schiller-Stiftung erhielt, hatte der Frage eigens eine Schrift gewidmet; das Büchlein wurde vorgestern im Heidler Kursaal an die Teilnehmer der Feier verteilt. Die simple Antwort, die Amann übrigens auch in seiner Dankesrede auf dem Dunant-Platz gab, lautet: Dunants Grab liegt in Zürich, weil er selbst dies explizit so wünschte.

Der Sarg gelangte per Bahn via Rorschach nach Zürich, wie ein Artikel im «Appenzeller Anzeiger» von 1910 festhält. Dort wurde die Leiche im Krematorium Sihlfeld eingeäschert. Im Büchlein legt Amann dar, dass die Limmatstadt in Dunants Leben eine untergeordnete Rolle gespielt hatte. Warum er dort kremiert werden wollte, statt etwa in St. Gallen, werde immer eines seiner Geheimnisse bleiben, schreibt Amann. (ua)

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