Warum denn in die Ferne schweifen?

Männerchor Dietfurt

Kurt Meier
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Die Bootsfahrt von Eglisau zum Rheinfall bescherte der Reisegruppe manche Sehenswürdigkeit. (Bild: PD)

Die Bootsfahrt von Eglisau zum Rheinfall bescherte der Reisegruppe manche Sehenswürdigkeit. (Bild: PD)

Das Gute liegt doch oft sehr nah und ist kaum bekannt. Dies beherzigte der Reiseleiter Martin Rüegg und bescherte dem Männerchor Dietfurt am 23. und 24. September eine interessante Reise in den Kanton Schaffhausen.

Nachdem alle Sänger und deren Partnerinnen pünktlich den Car bestiegen hatten, brachte uns Bruno Brander, unser Chauffeur, nach Buechberg zum Brunch. Bereits diese erste Verpflegung liess nichts zu wünschen übrig und machte Lust auf mehr. In Eglisau bestiegen wir das Schiff, das uns zum Rheinfall brachte. Die zweistündige Schifffahrt wurde durch drei Schleusenpassagen unterbrochen. Neben den landschaftlichen Schönheiten entlang des Rheins sorgten auch verschiedene Kormoran- und Gänsesägerkolonien für Höhepunkte aus der Vogelwelt. Eigentliches Highlight war dann natürlich der imposante Rheinfall. In Neuhausen bestiegen wir wiederum den Car und fuhren nach Löhningen zum Zvierihalt in einer Trotte. Danach teilte sich die Reisegruppe – ein Dutzend wanderfreudige vertraute Martin Rüeggs Orientierungsgabe. Aus der program-mierten eineinhalbstündigen gemütlichen Wanderung ergab sich eine beinahe dreistündige Tour mit «dornigen» Überraschungen. Aber wie schon oft bei Männerchorreisen – alle trafen sich wieder mehr oder weniger pünktlich beim Nachtessen. Zur wohlverdienten Nachtruhe brachte uns der Car zum Berghof nach Hallau. Nachdem unser nimmermüder Kilian einige weitere «Liedli, gsunge im Männerchor» vermelden konnte, genossen wir die ruhige Nacht in der Abgeschiedenheit des Klettgaus.

Total erholt stärkten wir uns am Sonntagmorgen am feinen Frühstücksbuffet und begaben uns danach zur Hofführung. Herr Alder verstand es ausgezeichnet, seinen vielseitigen Landwirtschaftsbetrieb zu erklären. Zu den nächsten Höhepunkten ging es für die meisten zu Fuss weiter. Die Anzahl Läuferinnen und Läufer hatte sich verdoppelt – vermutlich hofften alle auf weitere Wanderabenteuer. Aber dem war nicht so – die Weinfeste in Wilchingen und Löhningen wurden problemlos auf direktem Weg zu Fuss oder per Car erreicht. Die beiden Weinfeste waren sehr unterschiedlich und boten neben Weinen sowie Kulinarischem auch unzählige kulturelle und handwerkliche Angebote. Alle kamen auf ihre Rechnung und staunten ob der Vielfalt. Leider hiess es schon bald wieder auf zur Weiterfahrt zum letzten Programmteil, dem Nachtessen in Steckborn. Ich hätte einen «Besen gefressen», wenn nicht noch eine Besenbeiz angepeilt worden wäre. Aber auch diese letzte Mahlzeit schmeckte bestens und die Heimfahrt ins Toggenburg konnte in Angriff genommen werden. In Dietfurt verabschiedeten wir uns und bedankten uns bei Silvia und Martin Rüegg für das Organisieren dieser schönen und abwechslungsreichen Vereinsreise.

Kurt Meier

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