Warten auf Eventbeizli

Ziemlich sicher steht im kommenden Winterhalbjahr auf dem Areal der abgebrannten Georg's Bar noch kein Provisorium. Stefan Kull hält aber an der Idee eines «Eventbeizlis» fest.

Roger Fuchs
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Anstelle der abgebrannten Georg's Bar an der Zeughausstrasse in Herisau würde Stefan Kull gerne in einem Provisorium Gäste bewirten. (Bild: rf)

Anstelle der abgebrannten Georg's Bar an der Zeughausstrasse in Herisau würde Stefan Kull gerne in einem Provisorium Gäste bewirten. (Bild: rf)

HERISAU. Kurz war die Freude von Stefan Kull und seinen Gästen, als sie am Pfingstsamstag dieses Jahres auf dem Areal der abgebrannten Georg's Bar eine «Schönwetter-Oase» eröffneten. Nach wenigen Tagen musste die Oase wegen einer Eingabe wieder dichtmachen. Weiterhin im Raum steht die Idee, als Übergangslösung ein Provisorium aufzustellen. Reini Waldburger als Liegenschaftsbesitzer wäre bereit, eine schon mehrmals in Wil und Frauenfeld als Fonduestübli aufgestellte Baute zu kaufen. In diesem Provisorium würde dann Stefan Kull, der einstige Wirt der Georg's Bar und Geschäftsführer der Amadeus Bar, eine «Eventbeiz» betreiben.

Für Winter wirds zu knapp

Der Grund dafür, dass seit Wochen nichts läuft, ist eine hängige Einsprache. «Im Moment heisst es warten», sagt Stefan Kull und macht sodann klar, dass angesichts dieser Ausgangslage im bevorstehenden Winter auf dem brachliegenden Areal wohl noch kein Leben einziehen wird. «Für einen erfolgreichen Betrieb im Winterhalbjahr hätte ich jetzt mit der Werbung starten müssen», sagt Kull. Er hätte gerne Mitte November die ersten Gäste begrüsst.

Wie schnell die hängige Einsprache vom Tisch ist, lässt sich nur schwer sagen. Gemäss Gemeinderat Max Eugster, Ressortchef Hochbau und Ortsplanung, sucht man derzeit einen Termin für die Einspracheverhandlung. Die Baubewilligungskommission jedenfalls sehe die Situation von Stefan Kull und wolle Hand bieten für eine gute Lösung im Rahmen des rechtlich Möglichen.

Idee weiterverfolgen

Stefan Kull hält derweil an seiner Idee fest. Und auch Reini Waldburger bestätigt, dass er nach wie vor bereit sei, das ins Auge gefasste Provisorium zu kaufen, vorausgesetzt es findet sich eine Lösung mit dem Einsprecher.

Bis auf dem betroffenen Areal ein definitives Projekt realisiert wird, dürften noch zwei bis drei Jahre ins Land ziehen. «Das einst vorhandene Projekt sei angesichts anderer Aufträge etwas in den Hintergrund gerückt», sagt Reini Waldburger.

Dieses Provisorium will Stefan Kull nach Herisau holen. (Bild: pd)

Dieses Provisorium will Stefan Kull nach Herisau holen. (Bild: pd)

Stefan Kull Barbetreiber in der Gemeinde Herisau (Bild: rf)

Stefan Kull Barbetreiber in der Gemeinde Herisau (Bild: rf)