Warmspielen für die Playoffs: Der SC Herisau gewinnt zweistellig gegen den HC Luzern

Die Partie war bereits nach dem ersten Drittel entschieden: Der SC Herisau gewinnt das letzte Spiel der Zwischenrunde gegen Luzern mit 10:1. In den Playoff-Viertelfinals treffen die Appenzeller nun auf Frauenfeld.

Claudio Weder
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Die Forderung von Trainer Christian Strasser, die letzte Partie der Zwischenrunde für sich zu entscheiden, hat der SC Herisau am Samstagabend in die Tat umgesetzt. Und wie. Gleich 10 Treffer konnten die Appenzeller gegen die Gäste aus Luzern verbuchen, die Hälfte der Tore fiel bereits im ersten Drittel. Mit diesem 10:1-Sieg hat der Erstligist nicht nur seine Heimtor-Bilanz aufpoliert – lediglich vier Treffer erzielten die Herisauer seit dem 18. Dezember auf heimischem Eis –, sondern sich auch warmgespielt für die anstehenden Playoff-Viertelfinals.

Um mehr ging es letztlich auch nicht. Der SC Herisau qualifizierte sich bereits mit seinem 4:2-Sieg gegen den SC Rheintal für die Playoffs. Und für Schlusslicht Luzern galt es höchstens noch ein paar Ehrenpunkte zu retten.

5:0-Führung nach 20 Minuten

Bereits die ersten Spielminuten waren sinnbildlich für das, was im weiteren Verlauf der Partie noch folgen sollte. Von Beginn weg spielte sich das Geschehen fast ausschliesslich vor dem Luzerner Tor ab, gleich mehrere Male war Goalie Gregory Keller in dieser Anfangsphase gefordert. Erstmals im Netz landete der Puck nach 11 Spielminuten durch Herisaus Hofstetter.

Die Appenzeller hielten im Folgenden an ihrer Taktik fest, spielten mit konstantem Druck nach vorne und liessen die Innerschweizer nur vereinzelt zu Chancen kommen. Eine Mühe, die belohnt wurde: Zum Ende des ersten Drittels stand es 5:0 für Herisau.

Späte Luzerner Aufholjagd

Auch nach der ersten Pause liessen die Herisauer nicht nach und kamen gleich nach wenigen Sekunden zu zwei Torchancen. Insgesamt verlief das zweite Drittel ausgeglichen und unspektakulär – bis kurz vor Ende der SCH den Druck auf das gegnerische Tor erneut erhöhte und Bommeli und Rotzinger die Führung zum 7:0 ausbauten.

Erst spät starteten die Luzerner ihre Aufholjagd. Während die Herisauer zu Beginn des dritten Drittels nach einer Strafe gegen Bommeli mit nur vier Mann auf dem Eis standen, segelte ein abgelenkter Weitschuss ins Herisauer Tor. Der Treffer zählte jedoch nicht. Erst in der 45. Spielminute fiel das erste reguläre Tor für Luzern, nachdem Emanuel Guidon aufgrund einer Unkonzentriertheit in der Herisauer Defensive fast ungehindert zum Schuss kam. Bis zum Abpfiff liess SCH-Goalie Valentin Bauer jedoch keinen weiteren Ehrentreffer mehr zu.

In den Playoff-Viertelfinals wartet nun der Tabellenerste der Ost Gruppe, Frauenfeld. Der SC Herisau startet am 11. Februar auswärts, das erste Heimspiel findet am 13. Februar statt.