Wanderweg zum Säntis wieder sicher: Felssprengung und Sicherungsarbeiten kosten Gemeinde Hundwil rund 16'000 Franken

Im Frühjahr 2020 wurde im Bereich Musfallen unterhalb der Tierwis im Säntisgebiet ein Felssturz festgestellt. Die Gemeinde Hundwil hat ein geologisches Gutachten in Auftrag gegeben. Um die Sicherheit wieder herzustellen, wurden im Sommer vier Felsblöcke gesprengt.

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Der Felssturz unterhalb der Tierwis im Frühling 2020 verursachte Kosten von rund 42'000 Franken.

Der Felssturz unterhalb der Tierwis im Frühling 2020 verursachte Kosten von rund 42'000 Franken.

Bild: Martin Oswald

Nach dem Felssturz vom Frühjahr unterhalb der Tierwis im Alpstein liegt die Schlussabrechnung für die Sprengungs- und Sicherungsarbeiten vor. Diese kosteten gemäss einer Medienmitteilung der Gemeinde Hundwil insgesamt rund 41'700 Franken. Für die Gemeinde selber ergaben sich Kosten von 15'814 Franken. Weiter beteiligte sich die Assekuranz AR im Sinne einer Präventionsmassnahme mit 13'907 Franken. Das Gesuch an den Schweizer Wanderwegfonds wurde mit einem Beitrag von 12'000 Franken gutgeheissen.

Koloss von 25 Tonnen gesprengt

Der Felssturz hatte sich im Spätwinter 2020 aus der Felswand bergseitig der Musfallen – einem Couloir, durch den der Wanderweg von der Schwägalp zum Säntis führt – ereignet. Der Ausbruchbereich konnte noch vor dem Start der Wandersaison durch Kontrollen und entsprechende Rückverankerungen mit Stahlseilen gesichert werden, wie es in der Mitteilung heisst.

Mit zunehmendem Einsetzen der Schneeschmelze hätten allerdings immer wieder Nachsicherungen getätigt werden müssen. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurde deshalb im Beisein von Fachleuten eine Sprengung von vier absturzgefährdeten Felsbrocken beschlossen. Der grösste Block war 10 Kubikmeter gross und wog zirka 25 Tonnen. Diese Sprengungen wurden im Juni nach intensiven Vorbereitungsarbeiten und unter Einhaltung strenger Sicherheitsmassnahmen durch die Firma Eberle in Herisau ausgeführt. Die Gefahr des Abstürzens von Felsblöcken wurde durch diese Massnahmen eliminiert. Ein Steinschlag könne im alpinen Berggebiet allerdings nie gänzlich ausgeschlossen werden, so die Verantwortlichen. (gk)