Wanderung durch die Thurauen

Die Seniorenwanderer Toggenburg trafen sich zu einer Tageswanderung in den Kanton Zürich. 39 Seniorenwanderer trafen sich am frühen Dienstagmorgen vom 17. Mai beim Bahnhof Wattwil.

Roswitha Meile
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Die Wanderer am Punkt, wo die Thur in den Rhein fliesst. (Bild: pd)

Die Wanderer am Punkt, wo die Thur in den Rhein fliesst. (Bild: pd)

Die Seniorenwanderer Toggenburg trafen sich zu einer Tageswanderung in den Kanton Zürich.

39 Seniorenwanderer trafen sich am frühen Dienstagmorgen vom 17. Mai beim Bahnhof Wattwil. Zug und Postauto brachten uns nach Andelfingen, wo nach Kaffee und Gipfeli unsere Wanderung begann. Andelfingen ist der Bezirkshauptort, liegt mitten im Zürcher Weinland und verfügt über einen Dorfplatz mit halbstädtischem Charakter. Eine Sehenswürdigkeit ist das Schloss, erbaut 1782, das von 1925 bis 1999 als Altersheim diente und jetzt im Besitz der Stiftung Schloss Andelfingen ist. Auf dem Thurpfad marschierten wir weiter durch die Thurauen. Eine Augenweide waren die weissblühenden Schwarzdornbüsche. Die Thurauen sind das grösste Auengebiet des Mittellandes und ein Biotop von nationaler Bedeutung. Tafeln mit Infografiken informieren über das Leben im Auengebiet. Das Hochwasser hat an manchen Orten Wiesen und Wege überschwemmt und das Ufer beschädigt. Auch die Arbeiten des Bibers wie gefällte Bäume waren an vielen Stellen sichtbar. Die Thur ist der zweitlängste Fluss der Ostschweiz. Von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein ist sie 134,6 km lang. Ausgedehnte Spargelfelder, die aber mit Vlies geschützt sind, liessen erahnen, dass wir unser Mittagsziel, der Spargelhof in Flaach, bald erreicht hatten. Dort wurden wir mit diversen Spargelspezialitäten verwöhnt. Nach der Pause ging's weiter der Thur entlang, und bald gelangten wir an die Stelle, wo die Thur in den Rhein fliesst. Schon hier erreicht der Rhein eine imposante Breite, und auch da konnten wir an manchen Orten sehen, wie hoch das Wasser in den letzten Tagen angestiegen war. Direkt vor dem Campingplatz Flaach am Rhein rätselten wir, warum wohl ein grosses Stück Wiesland in schönsten Rasen umgewandelt wurde. Die Lösung lautet, dass daraus Rollrasen gemacht wird. Bis das Postauto uns in Flaach-Ziegelhütte aufnahm, blieb noch Zeit für einen gemütlichen Kaffeehalt, den wir im Schwimmbad Flaach einlegten. Die Landschaft bis Winterthur war den meisten völlig unbekannt. Wir fuhren an riesigen Gemüsefeldern und hübschen Dörfern vorbei. Ohne Zwischenfall erreichten wir wieder das Toggenburg. Anita und Franz gaben sich grosse Mühe, für uns diese schöne Wanderung optimal zu organisieren, und verdienen ein riesengrosses Dankeschön.

Am Dienstag, 7. oder 14. Juni ist die nächste Tageswanderung: Gebertingen–Freudwil–St. Gallenkappel–Uznach–Neuhaus. Start 8.39 Uhr, Bahnhof Wattwil. Auskunft 071 988 52 44.