Wandern mit Blick auf den Zürichsee

Tageswanderung der Seniorenwandergruppe Toggenburg von der Schindellegi nach Rapperswil. Die meisten der 29 Seniorinnen und Senioren reisten mit der Bahn an den Ausgangsort Schindellegi.

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Tageswanderung der Seniorenwandergruppe Toggenburg von der Schindellegi nach Rapperswil.

Die meisten der 29 Seniorinnen und Senioren reisten mit der Bahn an den Ausgangsort Schindellegi. Dieser Ort wurde 1220 erstmals als Schindel-Lagerplatz urkundlich erwähnt. Schindellegi gehört politisch zur Gemeinde Feusisberg. Schindellegi liegt 346 Meter über dem Zürichsee an der Sihl, die sich hier dem See bis auf drei Kilometer nähert. Ein Felsdamm, auf dem die Kirche Sankt Anna erbaut wurde, hält sie aber davon ab, den direkten Weg in den Zürichsee zu nehmen. So fliesst die Sihl weiter westlich, dem Hang entlang, um erst in Zürich in die Limmat zu münden.

Aufstieg mühelos geschafft

Unser erstes Ziel war das Ausflugsrestaurant Büel. Der Weg dahin führte anfänglich über einen breiten, wunderschön angelegten Waldweg. Nach einem kurzen Anstieg erreichten wir «Dreiwässern», einen Amphibienlebensraum von nationaler Bedeutung, welcher im Frühling 2005 durch den WWF Schwyz in einer aufgefüllten Kiesgrube fertiggestellt wurde. Nach rund 90 Minuten waren wir bereits an unserem Verpflegungsort Bühl angekommen. Mit dem schönen Ausblick über den Zürichsee war das Essen ein doppelter Genuss. Gemäss dem Motto «Nach dem Essen sollst du ruhn oder tausend Schritte tun» nahmen wir nach diesem Aufenthalt den Aufstieg zum Etzel in Angriff. Dank dem altersgerechten Schritt unseres Wanderleiters Toni Meier bezwangen wir den höchsten Punkt Etzel fast mühelos. Der Etzel zwischen dem Zürich- und Sihlsee liegend wird als Hausberg von Pfäffikon bezeichnet. Von hier war die Sicht zum Zürich- und Sihlsee und die ringsum liegende Hügel- und Bergwelt überwältigend.

Steiler Abstieg zur Kapelle

Nun ging es bergab. Bis Pfäffikon oder Rapperswil mussten fast 700 Höhenmeter überwunden werden. Ein sehr steiler Abstieg führte uns zuerst zum Etzelpass mit der Kapelle St. Meinrad, benannt nach dem Heiligen Meinrad von Einsiedeln. Auf einer Teilstrecke des Jakobsweges, welcher zugleich auch als europäischer Fernwanderweg genutzt wird, erreichten wir bei immer noch gutem, aber schwülem Wetter Pfäffikon. Hier teilte sich die Gruppe auf. Die eine Hälfte der Gruppe trat hier in Pfäffikon den Heimweg mit der Bahn an. Die andere Hälfte machte noch einen Fussmarsch über den Seesteg in Rapperswil, um sich dann auf den Heimweg zu begeben. Der nächste Ausflug der Seniorenwandergruppe Toggenburg ist wieder eine Tageswanderung. Am Dienstag, 5. Juli, wird der Suwarow-Weg von Elm nach Schwanden unter die Füsse genommen. Verschiebedatum ist der 12. Juli. Die Wanderleitung übernehmen Edi Güttinger, Telefon 071 988 37 82, und Ernst Rutz, Telefon 071 988 38 22.

Ernst Roth