WALZENHAUSEN: Tears for Beers heizten ein

Wenn die MZA zum Tanzsaal wird, dann heisst es Frühlingsparty der Walzehuser Bühni. Die St. Galler Tears for Beers rissen mit ihrem Gangsta-Blues alle von den Sitzen.

Isabelle Kürsteiner
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Ein Blues-Act vom Feinsten: Tears for Beers groovten in Walzenhausen. (Bild: Isabelle Kürsteiner)

Ein Blues-Act vom Feinsten: Tears for Beers groovten in Walzenhausen. (Bild: Isabelle Kürsteiner)

Isabelle Kürsteiner

redaktion

@appenzellerzeitung.ch

«Das Experiment ist gelungen», stellte Leadsänger Bobby Fischer nach der zweiten Zugabe fest. Recht hatte er. Die sieben St. Gallen Musiker hatten den Walzenhausern während zweier Stunden tüchtig eingeheizt. Paare und auch Einzeltänzerinnen waren nicht müde geworden, das Tanzbein zu schwingen. In der Pause und am Ende der Frühlingsparty mussten viele Taschentücher gezückt werden, denn der Schweiss lief in Strömen. Die Kommentare der Besucher waren durchwegs positiv. «Es ist schön, dass man hier in Walzenhausen wieder einmal so richtig tanzen konnte.» «Ein Superanlass» oder «Das Tanzen zu den bekannten Melodien ging bestens».

Die Walzehuser Bühni wollte in diesem Jahr einen ihrer Anlässe neu aufbauen. Keine Zuschauerreihen. Kein passives Konsumieren. Deshalb wurden Bühne und Turnhalle in einen Partyraum verwandelt. Grosse Tanzfläche, Partytischchen, Sitzgelegenheiten, integrierte Bar. Tears of Beers überzeugten. Es groovte in Walzenhausen. Gleich vom ersten Song an, ohne Ende bis zur zweiten Zugabe. Ob Gangsta-Blues, Rock oder Funk, die sieben Musiker in Anzügen zogen alle Register ihres Könnens. Sie spielten die Ohrwürmer ihrer grossen Vorbilder John Lee Hooker, Stevie Ray Vaughan oder Popa Chubby und vieles mehr. Würde die Band zu laut sein für die ­Walzehuser Bühni Besucherinnen und Besucher? Diese Frage stellte sich Präsident Albert ­Decker. Die Antwort, ein ganz klares Nein! Wie schrieben die Musiker im Pressetext? «Die schweisstreibenden Gigs der ­Tears for Beers sollten eigentlich nicht mit Buchstaben rezensiert werden, sondern mit Fussen, Fingern und Hintern. Denn die Buchstaben konnen weder stampfen noch schnippen noch wippen. Sie vergassen: Hüpfen, gar Springen und Dauer­tanzen.

Das Walzehuser-Bühni-Team geht in die Sommerpause. Bis Ende Jahr stehen noch drei Anlässe auf dem Programm. Am 30. September steht Simon Chen, bekannt vom Radio, auf der Bühne. Es folgen «Comedia Zap» und Peter Löhmann mit seinem weltweit ersten Ballonfiguren-Theater. Dieser Familienanlass wird zusammen mit der Müet­tere-Rundi organisiert.

Hinweis

Weitere Informationen unter: www.walzehuser-buehni.ch

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