WALZENHAUSEN: Stopp dem Zahnarztsterben

Im Ortszentrum wurden unlängst zwei Zahnarztpraxen geschlossen. Ab dem 1. Mai gehört jedoch zum Angebot des Ärztehauses Kreuz wieder eine zahnärztliche Praxis.

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Im westlichen Erdgeschoss der Überbauung «Kreuz» ist bald wieder eine Zahnarztpraxis. (Bild: PE)

Im westlichen Erdgeschoss der Überbauung «Kreuz» ist bald wieder eine Zahnarztpraxis. (Bild: PE)

Seit der wegen Todesfall erfolgten Schliessung der seit 1997 bestehenden Zahnarztpraxis von Peter Wenzl im «Kreuz» und der aus Altersgründen aufgehobenen Praxis von Eric Seger, kantonal approbierter Zahnarzt im Haus Dorf 93, gibt es in Walzenhausen nur noch die zahnärztliche Praxis von Naim Murtezani im Ortsteil Güetli (Nachfolger von Rolf Fuchs). Demnächst aber wird die Dentalpraxis im Ärztehaus Kreuz wiedereröffnet.

Die im «Kreuz»-Erdgeschoss untergebrachten Praxislokalitäten von Peter Wenzl wurden unlängst von Luzius Knöpfli erworben, der im gleichen Gebäude seit 1992 als allgemeinpraktizierender Arzt tätig ist. In seinem Auftrag erfolgte die Sanierung der Lokalitäten, und gleichzeitig wurde nach einem Zahnarzt Ausschau gehalten.

Als Fachmann konnte Uwe Rieger aus Wangen (Allgäu) verpflichtet werden. Er wird mit seiner langjährigen Erfahrung die Tätigkeit als Zahnarzt zusammen mit einer aus Walzenhausen stammenden Dentalassistentin am 1. Mai aufnehmen. Während der westliche Teil der Überbauung Kreuz den beiden Praxen dient und auch als Wohnung genutzt wird, befindet sich die östliche Gebäudehälfte im Eigentum der Rheinburg als Klinik für akutstationäre, neurologische und orthopädische Rehabilitation. Im «Kreuz» wird ein breites Spektrum an ambulanten Therapien angeboten, die zu einem guten Teil im Dienste von Patienten aus Walzenhausen und Umgebung stehen.

Die Überbauung Kreuz entstand in den Jahren 1990/91 im Auftrag der Ausserrhoder Kan­tonalbank am Platz der 1985 ­abgebrochenen Häuser Wirtschaft Kreuz (mit Metzgerei) und alte Kantonalbank. Im westlichen Teil wurde die neue Dorfwirtschaft Kreuz eingerichtet, und in der östlichen Hälfte hielt die Ayurveda-Clinic mit zwanzig Beschäftigten Einzug. Bereits 1994 aber ging die anfänglich von 500 Patienten frequentierte Clinic Konkurs, und 1997 scheiterte auch das Experiment «neue Dorfwirtschaft Kreuz» kläglich.

Peter Eggenberger

redaktion

@appenzellerzeitung.ch