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WALZENHAUSEN: «Sonneblick»-Entscheid polarisiert

Der «Sonneblick» kann vorerst nicht als Asyldurchgangszentrum genutzt werden. Regierungsrat Matthias Weishaupt kritisiert die Ablehnung des Baugesuchs. Zufrieden zeigt sich das Anwohnerkomitee.
Jesko Calderara
Der «Sonneblick» wird bis auf weiteres leerstehen. (Bild: Michel Canonica)

Der «Sonneblick» wird bis auf weiteres leerstehen. (Bild: Michel Canonica)

Die Baubewilligungskommission Walzenhausen hat das Gesuch für die Umnutzung des «Sonne­blick» zum Asyldurchgangszentrum abgelehnt. Grund dafür sind die ungenügende Erschliessung der Liegenschaft und das mangelhafte Sicherheitskonzept. Erstaunt über diesen Entscheid zeigt sich Regierungsrat Matthias Weishaupt. «Die Begründung ist für uns nicht nachvollziehbar», sagt der Direktor des Departements Gesundheit und Soziales. Der «Sonneblick» sei bis anhin als Ferienheim genutzt worden. Dabei wurde laut Weishaupt die Erschliessung nie als Problem beurteilt. Unverständlich ist für ihn nebst dem fast elfmonatigen Baubewilligungsverfahren die Kritik am Sicherheitskonzept. Dieses lehne sich an jenes des Kanton St. Gallen an. Wie es nun weitergeht, ist offen. Mit «grosser Wahrscheinlichkeit» werde der Kanton Rekurs einlegen, sagt Weishaupt.

In einer schriftlichen Stellungnahme nimmt die Stiftung Sonneblick als Vermieterin der Immobilie mit «grossem Bedauern» vom Entscheid der Baubewilligungskommission Kenntnis. Der Stiftungsrat bedaure, dass die hervorragend für den geplanten Zweck geeignete Liegenschaft vorerst weiterhin leerstehen müsse. Er sei aber zuversichtlich, dass sie bald wieder sinnstiftend genutzt werden könne.

Erfreut über die Ablehnung des Baugesuchs ist das Komitee «Anwohner Sonneblick». Dessen Vertreter Hanspeter Baumgartner spricht von einem «ersten Etappensieg». Erfreulicherweise habe die Gemeinde ihre Sichtweise bestätigt, sagt Baumgartner. Anders als die Baubewilligungskommission beurteilen die Anwohner die Frage der Zonenkonformität. Ihrer Ansicht nach ist für ein Asyldurchgangszentrum eine Umzonung des Sonne­blick-Grundstücks zwingend.

Jesko Calderara

jesko.calderara@appenzellerzeitung.ch

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