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WALZENHAUSEN: «Nicht alles ist Geschmackssache»

Der Künstler Markus Diener malt ausdrucksstarke Bilder. Seine aktuelle Bilderserie heisst «Neue Arbeiten von Markus Diener». Ob Alpstein oder Rapsfeld, die Natur ist seine Inspiration.
Lisa Wickart
Markus Diener und die Spiegelung an der Quelle des Doubs. (Bild: Lisa Wickart)

Markus Diener und die Spiegelung an der Quelle des Doubs. (Bild: Lisa Wickart)

«Was heisst schon heile Welt? Anstatt nur das Schlechte zu sehen, konzentriere ich mich auf das Schöne. Es gibt genug davon, man muss es nur sehen wollen», sagt Markus Diener, Künstler aus Walzenhausen. Er sei kein gesellschaftskritischer Maler. Wenn seine Bilder etwas aussagen sollen, dann ist es, aufmerksam zu sein. «Malen ist sehen», so der Künstler.

«Nicht alles ist Geschmackssache. Es gibt Bilder, die sind einfach schlecht oder eben gut», sagt Markus Diener. Essenziell in der Malerei sei das Beherrschen des Handwerks. Diener hat das Zeichnen von der Basis aus gelernt. Das sei eine wichtige Voraussetzung. Markus Diener war schon immer kunstinteressiert. Einen Einfluss darauf hatte wahrscheinlich schon sein Vater. »Mein Vater konnte gut zeichnen. Er war Gärtner und kannte die Natur», sagt Markus Diener. Als Kind hat Diener Unterricht bei der Walzenhauser Künstlerin Hildegard Beusch genommen. Er habe dort viel gelernt.

«Es muss nicht alles in einen Stil gepresst werden»

Vor knapp zwei Wochen fand in Markus Dieners Haus und Garten eine Bilderausstellung statt. «Neue Arbeiten von Markus Diener» hiess es auf der Einladung. Sie heissen «Alpstein», «Frühling» oder «Später Winter im Appenzellerland», eines der Lieblingsbilder des Künstlers. Ausstellungen mache Diener immer mal wieder. «Wer die Bilder sehen möchte, darf sich gerne bei mir melden und einen Blick in mein Atelier werfen», sagt Diener. Momentan habe er eine Retrospektive im Kopf, eine Ausstellung mit alten und neuen Werken. Wann diese umgesetzt werde, wisse er noch nicht. «Ein Galerist hat sich letztens meine Bilder angesehen. Vielleicht werden sie bald in einer Galerie ausgestellt, mal sehen», so Markus Diener. Für Angebote wie diese sei er offen. Am liebsten stellt der Künstler in seinem Haus und Garten aus. Seine Werke würden durch seinen guten Bekanntenkreis «ab Hof» gekauft. Der Künstler lebt jedoch nicht von der Malerei. Er ist als Präsidiumsmitglied in der Krebsforschung Schweiz tätig.

Zahlreiche Bilder aus Acryl und Öl stehen nun in Dieners Atelier, einige an den Wänden im gesamten Haus verteilt. Der Künstler holt ein Foto hervor. «Dieser Kontrast, diese Farbe, unglaublich.» Auf dem Bild zu sehen ist ein gelbes Rapsfeld unter einem grauen, dunklen Himmel. Das Gelb des Felds scheint zu leuchten. «Andere orientieren sich am Gehör oder Gefühlen, ich orientiere mich optisch.» Dieners Inspiration sei die Natur. Immer, wenn er etwas sehe, das ihm gefalle, sei es der wolkenbehangene Alpstein, die Spiegelung der Pflanzen rund um einen Weiher oder verrenkte Bäume im Wald, werde es mit dem Smartphone fotografiert. «Früher habe ich direkt Skizzen gemacht, heute ist das einfacher mit dem Handy», sagt der Künstler. Die Fotografien landen auf einem Stapel in seinem Atelier. Hier entstehen dann aus den Fotos Gemälde auf Leinwand.

Nicht nur die Natur, auch der Deutsche Expressionismus à la Kirchner und Co. fasziniert Diener. Seine Bilder sind expressiv, ein klassischer Expressionist ist Diener aber nicht. «Es muss nicht alles in einen Stil gepresst werden. Der klassische Expressionismus ist vorbei. Wo sind die Grenzen?», so der Künstler. Dieners Stil könne jedoch am ehesten als moderner Expressionismus bezeichnet werden. Sein Stil habe sich über die Jahre verändert. Dieners Kunst war früher abstrakter, die Farben freier. Heute seien seine Werke naturalistischer. Seine Bilder sind keine Kopie der Fotos. «Die Idee meiner Kunst ist es, den Eindruck, den ich von der Natur habe, zu verstärken.»

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