WALZENHAUSEN: Mietvertrag für Durchgangszentrum Sonneblick abgeschlossen

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden und die Stiftung «Sonneblick Walzenhausen» haben den Vertrag für die Nutzung der Liegenschaft als Asyl-Durchgangszentrum unterzeichnet. Bei der Betriebsführung wird mit dem Kanton St. Gallen zusammengearbeitet.

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Im "Sonneblick" werden 80 Asylsuchende einquartiert. (Bild: pd)

Im "Sonneblick" werden 80 Asylsuchende einquartiert. (Bild: pd)

WALZENHAUSEN. Wie der Regierungsrat des Kantons Appenzell Ausserrhoden mitteilt, soll der Betrieb des Asyl-Durchgangszentrums mit Platz für 80 Personen vom Kanton St.Gallen geführt werden. Das frühere Asyl- Durchgangszentrum Alpenblick wurde vom Kanton Appenzell Ausserrhoden selber geführt. Die Zusammenarbeit mit dem Kanton St.Gallen habe sich jedoch beim Asylzentrum Landegg bewährt. Der Regierungsrat hat deshalb beschlossen, beim Betrieb auf das Fachwissen des Kantons St.Gallens zu setzten, da die Zusammenarbeit für beide Kantone Vorteile habe. Die monatliche Miete belaufe sich auf 21'000 Franken, teilte der Kanton Appenzell Ausserrhoden am Donnerstag mit.

Im Vorfeld gab es seitens der Anwohner Widerstand gegen das Durchgangszentrum. Vor einigen Wochen hatte ein Komitee von Anwohnern angekündigt, mit allen Rechtsmitteln gegen das geplante Durchgangsheim für Asylsuchende vorzugehen. Das Komitee kritisiert in einer Mitteilung vom Donnerstag das "rücksichtslose" Vorgehen und kündigt an, alle juristischen Mittel auszuschöpfen.

Die Stiftung "Sonneblick" hat bereits eine lange humanitäre Tradition: Gegründet wurde sie 1933 vom bekannten Flüchtlingspfarrer Paul Vogt. Bereits während des Zweiten Weltkriegs und nach dem Aufstand in Ungarn 1956 fanden dort Flüchtlinge Zuflucht.

In den kommenden Wochen würden baurechtliche Fragen geklärt, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Herbst will der Regierungsrat die Öffentlichkeit über den Stand der Arbeiten und die weiteren Schritte informieren. (sda/pd/jor)