WALZENHAUSEN: Erfolgreiche Viehzüchter

Im Zentrum der Delegiertenversammlung der Appenzeller Viehzüchter standen Ehrungen. Die Leistungen der Appenzeller Züchter sind teilweise nationale Spitze.

Bruno Eisenhut
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Zahlreiche Landwirte wurden für ihre Zuchterfolge und ihr Schaffen geehrt. Rechts Viehzuchtpräsident Martin Preisig. (Bild: APZ)

Zahlreiche Landwirte wurden für ihre Zuchterfolge und ihr Schaffen geehrt. Rechts Viehzuchtpräsident Martin Preisig. (Bild: APZ)

Bruno Eisenhut

bruno.eisenhut@appenzellerzeitung.ch

Das vergangene Verbandsjahr des Kantonalen Verbands Appenzellischer Viehzuchtgemeinden war vielseitig und umfassend, wie der Jahresbericht von Präsident Martin Preisig bewies. So vernahmen am Samstag in der Mehrzweckanlage Walzenhausen 87 Delegierte der Viehzuchtgemeinden aus beiden Appenzell, Regierungsrätin Marianne Koller, Landeshauptmann Stefan Müller oder Gemeindepräsident Hansruedi Bänziger, dass Kühe der braunen Rasse in Ausserrhoden im Schnitt 7068 Kilogramm Milch geben. In Innerrhoden liefern die Kühe gar 7185 Kilogramm ab. Weiter dürfe der Appenzeller Verband mit Stolz mehrere Kühe mit enorm hohen Lebensleistungen in seinen Reihen wissen. Besonders hervor hob Präsident Martin Preisig ­dabei die Kuh Patcho Sissi von Hans­ueli Lanker aus Waldstatt mit mehr als 180000 Kilogramm Milch in der Lebensleistung.

Für viele Viehzüchter würden die Viehschauen den Höhepunkt des Jahres bilden, so Preisig. Dies betonte auch Gemeindepräsident Hansruedi Bänziger in seiner Begrüssungsrede. Er wisse, dass die Viehschau nicht nur bei den Bauern, sondern auch bei der Bevölkerung hohen Stellenwert geniesse. Im Zusammenhang mit den Viehschauen erwähnt Präsident Martin Preisig die Arbeit von Max Fürer. Dieser amtete während vieler Jahre als Viehschaupräsident in Oberegg und legte sein Amt kürzlich altershalber nieder.

Rückgang bei den Tieren

Die Versammlung wählte den gesamten Vorstand sowie den Präsidenten für ein weiteres Jahr. Rücktritte lagen keine vor. Die restlichen Traktanden passierten schlank. Der Verband besteht weiterhin aus 29 Viehzuchtgemeinschaften. An der Versammlung war zu vernehmen, dass derzeit 710 Landwirtschaftsbetriebe dem Verband angehören. Diese halten rund 15000 registrierte Tiere. Verglichen mit dem Beständen vor zehn Jahren zeigt sich, dass sich die Anzahl Betriebe zwar um rund 140 reduziert hat, die Anzahl Tiere aber in etwa gleich geblieben ist.

In diesem Sinne richtete Präsident Martin Preisig einen Appell an die Delegierten: «Wer sich mit Neuem und Altem auseinandersetzt und vergleicht, der wird erfolgreich bleiben.»