WALZENHAUSEN: Ehre für unbekanntes Paar

Der neue Friedensweg führt beim Friedhof zum Ehepaar Kobe-Besmer. Es engagierte sich für mehr Gerechtigkeit.

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Friedensstation auf dem Friedhof Walzenhausen mit Willi Kobe und Margrit Besmer. (Bild: PE)

Friedensstation auf dem Friedhof Walzenhausen mit Willi Kobe und Margrit Besmer. (Bild: PE)

Das Appenzeller Vorderland verzeichnet eine Vielzahl humanistisch aktiver und verdienter Persönlichkeiten. Diese Tatsache liess den Verein Dunant 2010 plus den vor wenigen Wochen eröffneten Friedensweg mit rund einem Dutzend Stationen schaffen. Am Start bei der Kirche von Walzenhausen wird an Diplomat Carl Lutz, Armeniervater Jakob Künzler und Flüchtlingspfarrer Paul Vogt erinnert. Erstes Etappenziel ist der Friedhof, wo in Wort und Bild an das unbekannte Ehepaar Willi Kobe und Mar­grit Besmer erinnert wird. Beide waren in der Friedensbewegung aktiv.

Willi Kobe war von 1932 bis 1964 evangelischer Pfarrer in Zürich. Von 1990 bis 1994 lebte das Paar in Heiden, um dann in den beschaulichen Weiler Rüti, Lachen-Walzenhausen, zu wechseln. Der pazifistische Pfarrer und seine Frau setzten sich in vielfältiger Weise für den Frieden und eine gerechtere Welt ein. Im Sinne des Antimilitarismus engagierten sie sich unter anderem für den Zivildienst und für ein Waffenausfuhrverbot sowie gegen die atomare Aufrüstung. Margrit Besmer und Willi Kobe verstarben 1995.

Peter Eggenberger

redaktion

@appenzellerzeitung.ch