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WALZENHAUSEN: Der "Sonneblick" wird vorläufig nicht zum Asylzentrum

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden will aus dem "Sonneblick" in Walzenhausen ein Asylzentrum machen. Die Baubewilligungskommission schiebt dem Vorhaben nun den Riegel.
Im "Sonneblick" hätte ein Durchgangszentrum für Asylsuchende entstehen sollen. Die Baubewilligungskommission Walzenhausen lehnt die Nutzung dafür jedoch ab. (Bild: Michel Canonica)

Im "Sonneblick" hätte ein Durchgangszentrum für Asylsuchende entstehen sollen. Die Baubewilligungskommission Walzenhausen lehnt die Nutzung dafür jedoch ab. (Bild: Michel Canonica)

80 Menschen hätten im Asyl-Durchgangszentrum im "Sonneblick" untergebracht werden sollen. Daraus wird nun nichts: Wie der Kanton Appenzell Ausserrhoden am Donnerstag mitteilt, hat die Baubewilligungskommission Walzenhausen die Nutzung des "Sonneblicks" als Asylzentrum abgelehnt.
Im September 2016 hatten die Stiftung "Sonneblick" als Eigentümerin und der Kanton als Projektverfasserin das Gesuch bei der Baubewilligungskommission eingereicht. Beantragt wurde die Umnutzung der Liegenschaft von einem Ferienheim zum Asylzentrum sowie einige kleine bauliche Massnahmen. Die Baubewilligungskommission begründet ihr jetziges Nein damit, dass die Liegenschaft nicht ausreichend erschlossen sei. Ausserdem genüge das Sicherheitskonzept nicht. Die Zonenkonformität sei von der Kommission hingegen bejaht worden.

Wie dem Communiqué zu entnehmen ist, bedauert der Kanton den Entscheid. Er könne ihn nach einer ersten Einschätzung nicht nachvollziehen, heisst es. Nach eingehender Prüfung werde er deshalb über einen Weiterzug an die nächste Instanz entscheiden. Auch die Stiftung "Sonneblick" nehme den Entscheid "mit Überraschung und grossem Bedauern" zur Kenntnis. Wenig Verständnis habe sie zudem für die "überlange Verfahrensdauer". Die Stiftung werde nun die Begründung des Ablehnungsentscheids analysieren. Ein allfälliger Rekurs ist alleine Sache des Mieters. (jmw)

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