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WALZENHAUSEN: Anwohner wehren sich gegen Asylzentrum "Sonneblick"

Der "Sonneblick" soll während den nächsten 10 Jahren als Durchgangszentrum für Flüchtlinge genutzt werden. Anwohner fühlen sich hintergangen und sammeln in der Gemeinde Walzenhausen Unterschriften gegen das geplante Projekt. Man habe erst über die Medien von der Umnutzung erfahren.
Im "Sonneblick" werden 80 Asylsuchende einquartiert. (Bild: pd)

Im "Sonneblick" werden 80 Asylsuchende einquartiert. (Bild: pd)

WALZENHAUSEN."Als Nachbarn und Anwohner des geplanten Asylzentrums 'Sonneblick' in Walzenhausen fühlen wir uns hintergangen und überfallen", heisst es in einem Schreiben, das Anwohner des "Sonneblicks" ans Tagblatt richten. Wie Mitte März bekannt wurde, soll der "Sonneblick" während mindestens zehn Jahren als Durchgangszentrum für Asylsuchende im Kanton Appenzell Ausserrhoden genutzt werden. 120 Asylsuchende sollen dort bis Ende Jahr untergebracht werden. Nun sammelt das Komitee Anwohner "Sonneblick" in der Appenzeller Gemeinde Unterschriften gegen das Durchgangszentrum.

Anwohner haben erst über Medien vom Projekt erfahren
Man habe erst über die Medien erfahren, dass der "Sonneblick" als Durchgangszentrum genutzt werden soll, kritisiert das Komitee. Ausserdem werden Vorwürfe erhoben, dass die Gemeinde ein finanzielles Interesse daran hat, den "Sonneblick" als Durchgangszentrum zu nutzen. "Das Ausbleiben jeglicher Information und Kommunikation legt die Vermutung nahe, dass sich die Stiftung 'Sonneblick' unter dem Deckmantel der Flüchtlingshilfe über zehn Jahre sanieren will", heisst es in der Mitteilung weiter. Auch über die kleine Infrastruktur von Walzenhausen, werden bedenken geäussert. "Kann ein Wohnquartier diese grosse Anzahl von Asylsuchenden verkraften?"

Landammann rechnete nicht mit Widerstand
Der Ausserrhoder Landammann Matthias Weishaupt will im Herbst eine öffentliche Orientierung in Walzenhausen durchführen, wie er Mitte März gegenüber der Appenzeller Zeitung sagte. Damals sagte er auch, dass er nicht mit Widerstand gegen das Projekt rechne.

Früher bereits Zufluchtsort für Flüchtlinge
Die Eigentümerin des "Sonneblicks" ist eine Stiftung. Sie betreibt die beiden Gebäude bis anhin als Gasthäuser mit sozialer Zielsetzung. Der "Sonneblick" war bereits während des Zweiten Weltkrieges und nach dem Ungarnaufstand von 1956 Zufluchtsort für Flüchtlinge. (pd/jor)

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