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Walter Meier-Heuberger, 1943 bis 2016

Zusammen mit seiner drei Jahre älteren Schwester erlebte Walter Meier in St. Gallen eine glückliche Jugendzeit. Mitten in der Stadt besuchte er die Volksschule.
Kurt Nüssli
Walter Meier-Heuberger

Walter Meier-Heuberger

Zusammen mit seiner drei Jahre älteren Schwester erlebte Walter Meier in St. Gallen eine glückliche Jugendzeit. Mitten in der Stadt besuchte er die Volksschule. Weil er seiner Berufswahl noch nicht sicher war, begann er bei der Firma Wild Heerbrugg die Lehre als Feinmechaniker, die er jedoch nicht abschloss. Bereits damals war er schulisch sehr interessiert und durfte in die Kantonsschule übertreten. Sein Interesse galt der Architektur; er absolvierte deshalb ein Praktikum in einem Büro. Die Ausbildung schloss er erfolgreich am Technikum Winterthur ab. Dank seiner Begabung in der Mathematik durfte er bereits in der Studienzeit einige Stunden an der Gewerbeschule Riethüsli unterrichten. Als junger Architekt eröffnete er zu Hause sein eigenes Büro und erhielt bereits die ersten Aufträge. Seinen ersten öffentlichen Wettbewerb gewann er mit der Planung der Turnhalle in Schwende, die er mit vollem Erfolg ausführte.

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Das Unterrichten an der Gewerbeschule erfüllte ihn stets mit Freude und mit grossem Engagement. Für das Fach Mathematik an der Baukaderschule war er knapp 40 Jahre lang zuständig. Bereits über das Pensionsalter hinaus, leitete er auch die Vorlehrklassen und die BM-Vorbereitungskurse. Seine grosse Erfahrung und sein hohes Verantwortungsbewusstsein wurden von der Lehrerschaft und den Schülern sehr geschätzt.

Dank der Tätigkeit im Kanton Appenzell Innerrhoden interessierten je länger, je mehr die altehrwürdigen Bauten. Er setzte sich sehr dafür ein, dass ein altes Haus in Gonten der Öffentlichkeit erhalten blieb, und mit 50 Gleichgesinnten entstand die Idee eines Zentrums für appenzellische Volksmusik. Diese Idee wurde umgesetzt, und das «Roothuus» ist heute ein viel besuchter, unverzichtbarer Ort in Gonten. Er stand auch der Evangelischen Kirchgemeinde Appenzell als Präsident vor. Als Fachmann war er zudem für die Renovation der Kirche zuständig. Sein Fachwissen wurde auch vom Heimatschutz sehr geschätzt, auch diesen präsidierte er während einiger Jahre.

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Diese vielen Tätigkeiten hätte er nie alleine bewältigen können. Während mehr als 40 Jahren stand ihm seine treue Monika, geborene Heuberger, zur Seite; mit ihr hatte er sich im Jahre 1973 verehelicht. Aus der glücklichen Ehe entstanden die Kinder Stefan, Christian und Bettina. Es war Walter Meiers Stolz, dass er für zwei seiner Kinder eigene Häuser projektieren durfte, die sich darin nun sehr wohl fühlen. Der Verstorbene war mit Herzblut im Beruf und als Lehrer tätig. In der Freizeit genoss er das Familienleben mit seinen Kindern und Grosskindern. Vor allem das Skifahren und die Skiferien standen für ihn immer fest im Programm. Sein Interesse galt auch der appenzellischen Volksmusik; so sang er während fast zwei Jahrzehnten im Chrobergchörli Gonten mit.

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Mit dem Wegzug im Jahre 2006 nach Herisau sang er auch noch einige Jahre im evangelischen Singkreis Herisau. Sein Wunsch nach einem Eigenheim durfte im Jahre 2011 in Erfüllung gehen mit dem Kauf einer Wohnung in Rorschacherberg. Leider wurde seine unermüdliche Tätigkeit in der Baukaderschule Ende 2015 jäh abgebrochen. Eine heimtückische Krankheit machte mehrere Spitalaufenthalte im Kantonsspital St. Gallen notwendig, und am 25. Mai 2016 wurde er von der unheilbaren Krankheit erlöst. Alle haben einen wunderbaren, einmaligen Menschen verloren, aber in den Herzen seiner Familie lebt er für immer weiter.

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