Walliser Kraftwerk-Kantine wird Notkirche

Damals

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Vor 100 Jahren

27. Oktober: Hemberg. Am Sonntag wurde die politische Rechnungsgemeinde abgehalten. Sie beauftragte den Gemeinderat mit der Bestellung des Urnenwahlbureau und bestätigte die bisherigen Ansätze der Amtsbürgschaften. Der Gehalt des Gemeindammanns wurde von 500 auf 800 Fr. erhöht und das Sitzungsgeld des Gemeinderates auf Fr. 2.-- per Sitzung angesetzt. Mit 167 gegen 77 Stimmen wurde beschlossen, die Wahlen wieder in offener Abstimmung vorzunehmen. Die Armenhausbauschuld wurde im abgelaufenen Rechnungsjahr gänzlich getilgt und bereits der Grund gelegt zu einem Scheunenbaufonds für die Armenliegenschaft. Die Hydrantenbauschuld wird im begonnenen Rechnungsjahr auch getilgt werden. Im übrigen sind eine Polizeisteuer von 27 Cts. und eine Armensteuer von 53 Cts. vorgesehen. Einem Bürgerrechtsgesuch wurde entsprochen, hingegen ein weiteres Gutachten betreff Erstellung einer Schiessanlage in Hinterhemberg im Kostenvoranschlag von 2750 Franken verschoben. Die unter Garantie der politischen Gemeinde stehende hiesige Ersparniskassa hat wieder ein recht günstiges Rechnungsjahr abgeschlossen. Von dem Reingewinn desselben werden Fr. 984.96 dem Polizeifonds zufliessen. Der bisherige Geschworne unserer Gemeinde, Herr alt Kantonsrat Jak. Grob, Halden, lehnt eine Wiederwahl ab. An seiner Stelle wird vom freisinnig-demokratischen Verein Herr Gemeindammann Grob vorgeschlagen.

Vor 50 Jahren

27. Oktober: Lichtensteig. Kath. Kirchen-Neubau. Erfreulicherweise konnte das Problem einer Notkirche dadurch gelöst werden, dass vom Kraftwerk Mattmark AG im Wallis eine geeignete Holzbaute übernommen werden konnte. Diese Baute diente bis anhin als Kantine und auch für gelegentliche Gottesdienste. Man erwartet in Mattmark VS mit jedem Tag Schnee, daher ist es erforderlich, dass der Transport nach Lichtensteig möglichst bald erfolgen kann. Die Baute wird in Elementbauweise abgebrochen und unterhalb des kath. Pfarrhauses in Lichtensteig wieder aufgestellt.

Der Abbruch der alten Kirche ist für das Frühjahr 1968 vorgesehen. Obschon ein Kredit im Kostenvoranschlag aufgenommen worden ist, bemühte sich die Baukommission, den Abbruch der Kirche Einheiten des Luftschutzes zu übertragen.

Eine entsprechende Anfrage von Seiten der kath. Kirchenverwaltung ist aber inzwischen von den zuständigen Dienststellen in negativem Sinne beurteilt und beantwortet worden. Der Entscheid wird damit begründet, dass das Objekt für die Ausbildung von Luftschutztruppen wenig geeignet sei.

Vor 20 Jahren

27. Oktober: Wattwil. Aus Anlass 1100 Jahre Wattwil hat die Dorfkorporation einen Brunnen vom Künstler Urs Fritz anfertigen lassen. Alfred Schmid beschrieb seine Gedanken mit den eindrücklichen Worten: «Das Grosse an dem Werk, und darin zeigt sich die Kunst ist, dass es verschiedene Interpretationen zulässt und sich jeder Betrachter seine eigenen Bilder und Vorstellungen machen kann. Das Kunstwerk als Plastik mit dem symbolstarken Bezug auf die 1100 Jahre Wattwil mit den 11 Sandsteinblöcke, angefangen vom kleinsten bis hin zum grössten, deuten das Entstehen und das Wachsen der Gemeinschaft bis heute in der Höhe, der Breite, der Materie, in Bildung und Geist.»

27. Oktober: Obertoggenburg. Vielleicht gehört das anstrengende Stehen im Postauto zwischen Wildhaus und Nesslau jeweils an Wochenendabenden nach dem Skifahren bald der Vergangenheit an. Seit letzter Woche verkehren im Obertoggenburg zwei Doppelstock-Postautos.

Vor 10 Jahren

31. Oktober: Alt St. Johann. Der Verwaltungsrat der Sportanlagen Alt St. Johann-Selamatt AG setzt auf künstliche Beschneiung. Seit dem 9. Juli wird an der Beschneiungsanlage zwischen Alt St. Johann und der Alp Sellamatt gebaut, sie kann im Winter 2007/08 in Betrieb genommen werden.