Waldstätter Unihockeyaner ist NLA-Topskorer: In den Playoffs trifft er auf einen Jugendfreund

Michael Schiess hat grossen Anteil an der erstmaligen Playoff-Qualifikation des UHC Waldkirch-St.Gallen.

Mea McGhee
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Fokussiert: Michael Schiess erzielte in der Qualifikation am meisten Skorerpunkte.

Fokussiert: Michael Schiess erzielte in der Qualifikation am meisten Skorerpunkte.

Bild: Benjamin Manser

Doppelten Grund zur Freude hat der Waldstätter Michael Schiess: Am Sonntag sicherte sich der Stürmer des UHC Waldkirch-St.Gallen beim Auswärtssieg gegen Sarnen die Krone des NLA-Topskorers. Damit qualifizierten sich die St.Galler erstmals für die Playoffs. Er sagt:

«Der Titel Liga-Topskorer ist sicher speziell und die Freude ist gross. Doch der Teamerfolg steht im Vordergrund.»

Am Ende der Qualifikation zeigt sein Punkteboard eindrückliche Zahlen: Der 22-Jährige erzielte in 22 Spielen der höchsten Spielklasse 23 Treffer und steuerte 29 Assists bei. Die 52 Skorerpunkte wurden von keinem Spieler der zwölf NLA-Mannschaften übertroffen. Er sei in vielen Partien nicht ganz zufrieden gewesen mit seiner Leistung. Entgegen kam Schiess aber, dass die Verantwortung im Team auf mehr Schultern verteilt gewesen sei als in anderen Saisons.

Playoffpremiere wird live übertragen

Ab Samstag, 29. Februar, kämpft Waldkirch-StGallen in einer Serie «Best-of-seven» gegen den Grasshopper Club Zürich um den Einzug in die Halbfinals. Wasas Playoffpremiere ist live auf SRF2 zu sehen.

Die St.Galler beendeten die Qualifikation auf dem sechsten Rang. Gegen die zweitplatzierten Zürcher ist die Mannschaft von Trainer Fabian Arvidsson Aussenseiter, zumal sie in der Qualifikation zweimal verloren hat (3:6 und 4:13).

Zusammen trainiert und gespielt

Bei GC steht mit Fabrice Göldi auch ein Waldstätter unter Vertrag. Der 25-jährige Stürmer erzielte in 22 Spielen elf Skorerpunkte. «Mit einem Schulteam nahmen wir jeweils an den Rivella Games teil und trainierten Mittwochs gemeinsam», erinnert sich Schiess. Und bei den Junioren spielten er und Göldi manchmal zusammen, wenn der jüngere bei den Grossen aushelfen durfte. Raum für Freundschaften gebe es aber erst nach den Playoffs wieder, so Schiess.

Verantwortungsvolle Rolle

Obwohl Waldkirch-St.Gallen gegen GC diese Saison noch ohne Sieg ist, gelte es, sich im Viertelfinal von einer guten Seite zu zeigen. Die Vorbereitungen auf das Duell laufen: Diese Woche wurde das Spiel des Gegners analysiert, und morgen Sonntag ist ein zusätzlicher Trainingstag. «Ab nächster Woche definieren wir unsere Taktik», sagt Michael Schiess, bei dem man die Vorfreude auf die entscheidende Phase der Meisterschaft spürt. Obwohl er zu den jüngeren im Team gehört, dürfe er eine verantwortungsvolle Rolle spielen. Er sagt: «Ich will mit guten Leistungen vorangehen und das Beste aus mir herausholen.» Mit seinem jüngeren Bruder Stefan und dem Herisauer Julian Alder stehen weitere Appenzeller im Dienste des Playoffneulings.

Als Liga-Topskorer sieht sich Michael Schiess keinem speziellen Druck ausgesetzt, denn als regelmässiger Torschütze ist er es gewohnt, dass die Gegner versuchen ihn aus dem Spiel zu nehmen. «Den grössten Duck mache ich mir. Ich versuche darum, trotz Fernsehkameras und mehr Zuschauern als gewohnt locker zu bleiben.»

Hinweis

TV-Übertragung

Das erste Viertelfinalspiel zwischen Waldkirch-StGallen und GC findet am Samstag, 29. Februar, um 17 Uhr im Athletik Zentrum St.Gallen statt und wird live auf SRF2 übertragen.