WALDSTATT: Neues Gewerbebauland

Die Gemeinde hat das Areal mit dem Tanklager der Armasuisse gekauft: Die Parzelle im Winkfeld soll zur Gewerbezone werden. Der örtliche Gewerbepräsident bestätigt das vorhandene Interesse.

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Blick auf die von der Gemeinde Waldstatt erworbene Parzelle mit dem Tanklager der Armasuisse. (Bild: Roger Fuchs)

Blick auf die von der Gemeinde Waldstatt erworbene Parzelle mit dem Tanklager der Armasuisse. (Bild: Roger Fuchs)

Die 10000 m2 grosse Parzelle Nummer 680 der Schweizer Eidgenossenschaft wechselte in den Besitz der Einwohnergemeinde Waldstatt. Es handelt sich dabei um ein Tanklager von Armasuisse, dem Bundesamt für Rüstung, im Gebiet Winkfeld. Der Grund für die Investition: «Die Gemeinde verfügt über kein Gewerbeland mehr.» Neue Betriebe könnten nicht zuziehen, einheimisches Gewerbe kann nicht expandieren, heisst es im Gemeindeblatt. Bereits vor vier Jahren, als eine seiner ersten Amtshandlungen, habe Gemeindepräsident Andreas Gantenbein das Projekt «Kauf Parzelle 680» in Angriff genommen. Nach Verhandlungen mit der Armasuisse wird nun die Gemeinde die Parzelle samt den Tanks übernehmen und auch die Entsorgung verantworten. Mit Altlasten sei aber nicht zu rechnen, da die Tanks gereinigt und versiegelt seien. «Wenn möglich, wollen wir auf die Bedürfnisse der Gewerbler eingehen», so Gantenbein. Alle Wünsche würden sich aber nicht erfüllen lassen. Der nächste Schritt sei nun, über die 10000 m2 Land einen Bebauungsplan zu legen. Danach würde die momentane Zone für öffentliche Bauten und Anlagen in eine Gewerbezone überführt werden. Um auch in Zukunft Militär beherbergen zu können, sei ein Teil der Parzelle auch als Parkplatz für militärische Einheiten eingeplant.

Interesse der Gewerbler ist vorhanden

Beim Gewerbeverband werden die Geschehnisse gespannt mitverfolgt: «Das Interesse an zusätzlichem Gewerberaum ist definitiv vorhanden», sagt Daniel Gerig, Präsident des Gewerbeverbandes Waldstatt, auf Anfrage der «Appenzeller Zeitung». Es habe schon Fälle gegeben, in denen einheimische Unternehmen mangels vorhandenem Platz in eine andere Gemeinde ziehen mussten. Es sei ein grosses Anliegen der Gemeinde, dass die Interessen der einheimischen Firmen berücksichtigt werden. Das Grundstück im Winkfeld sei zum Beispiel für Magazine oder Lagerräume geeignet, so Gerig. Es liege ausserhalb vom Dorf, man würde dort keine Anwohner stören. Auf der Parzelle habe es viel Platz. «Ausserdem liegt sie direkt an der Hauptstrasse und ist somit auch logistisch gesehen attraktiv für das Gewerbe», sagt Gerig.

 

Jonas Manser

jonas.manser

@appenzellerzeitung.ch