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WALDSTATT: Millionengewinn gemacht

Die Jahresrechnung 2017 schliesst um über 1,3 Millionen Franken besser ab als erwartet. Nun fasst der Gemeinderat eine Steuersenkung ins Auge.
Karin Erni
Die Überbauung Leuenwies spülte rund 70 (Bild: KER)

Die Überbauung Leuenwies spülte rund 70 (Bild: KER)

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

Die Finanzen waren die letzten Jahre stets ein Thema an den öffentlichen Versammlungen der Gemeinde Waldstatt. Ab 2014 mussten gar die Steuern um 0,3 Einheiten erhöht werden. Und nun dies: «Der Jahresabschluss 2017 schliesst sehr erfreulich und weit über den Erwartungen ab», heisst es in einer Mitteilung. Die Rechnung weist einen Gewinn von gut 1,4 Millionen Franken aus, was einen Besserabschluss gegenüber dem Voranschlag von gut 1,3 Millionen Franken bedeutet. Das operative Ergebnis schliesst um gut 1,8 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Musste die Gemeinde Waldstatt am 31.12.2013 noch einen Bilanzfehlbetrag von 122000 Franken vorzeigen, kann per Ende 2017 ein Eigenkapital von über 2,8 Millionen ausgewiesen werden. Der Besserabschluss lasse Raum für eine Steuersenkung, bestätigt Gemeindepräsident Andreas Gantenbein auf Anfrage. «Über deren Höhe wird der Gemeinderat mit der Veröffentlichung des Voranschlags 2019 informieren.» Dann verfüge man über die aktuellen Steuerdaten und wisse, wie viel man aus dem kantonalen Finanz- und Lastenausgleich zu erwarten habe.

Vorsichtig weiterplanen

Vom Sparkurs wolle man aber nicht abweichen, erklärt Andreas Gantenbein, denn: «Wirklich nachhaltig beim Besserabschluss sind nämlich ‹nur› etwa eine Viertelmillion Franken.» Der Grossteil der ausserordentlichen Einnahmen geht auf Handänderungssteuern in der Höhe von rund 700000 Franken zurück. Diese sind bei der Überbauung Leuenwies angefallen. «Die Wohnungen konnten schneller verkauft werden als erwartet. Das hat nebst mehr Gebühren auch neue Steuerzahler in die Gemeinde gebracht.» Die Einwohnerzahl habe sich um vier Prozent erhöht, was eine positive und nachhaltige Wirkung auf die Entwicklung der Steuerkraft zur Folge habe. Diese Entwicklung soll fortgesetzt werden, ist doch in der Ochsenwies eine weitere Überbauung mit rund zwanzig Wohnungen geplant. Doch nicht nur Private, sondern auch die ortsansässigen Firmen hätten einen höheren Steuerertrag abgeliefert, betont Gantenbein. Weiter konnte im Ressort Soziale Dienste eine einmalige Rückerstattung verbucht werden.

Gespart wurde bei der Oberstufe, wo die Lohnkosten tief gehalten wurden. Auch andere Ressorts schlossen aufgrund einer restriktiven Ausgabenpolitik vielfach unter Voranschlag ab. Damit der Gemeinderat seine finanzpolitischen Ziele bis 2022 erreichen kann, muss er an der heutigen Ausgabenpolitik festhalten, da bis dahin noch einige grosse Unterhaltsarbeiten und Investitionen anstehen, heisst es in der Gemeindemitteilung weiter. Ein grosser Brocken mit schätzungsweise 700000 Franken steht noch mit der Sanierung der Steblenstrasse im Jahr 2020 an. Ebenfalls muss der Kanal unterhalb des Schwimmbads mit 100000 Franken gemacht werden. Dafür hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 13. Februar beschlossen, Sonderabschreibungen in der Höhe von 300000 Franken vorzunehmen.

Ein weiteres finanzpolitisches Ziel ist es, die Schulden weiter zu amortisieren. Diese betragen derzeit noch 10,9 Millionen Franken. Man wolle den Nachfolgern eine gesunde Bilanz übergeben können.

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