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WALDSTATT: Die Firma kennen lernen

Die Firma Wagner AG öffnete am Samstag die Türen für Interessierte. Man konnte bei der Produktion dabei sein und den Fachkräften Fragen darüber stellen. Zusätzlich zeigt die Firma ein geplantes Bauprojekt.
Carmen Pagitz
Bei der Betriebsbesichtigung wurden die einzelnen Stationen den Besuchern vorgestellt. (Bild: Marijan Kelava)

Bei der Betriebsbesichtigung wurden die einzelnen Stationen den Besuchern vorgestellt. (Bild: Marijan Kelava)

Carmen Pagitz

carmen.pagitz@appenzellerzeitung.ch

Vergangenen Samstag standen die Türen der Firma Wagner in Waldstatt für Neugierige offen. Am Tag der offenen Tür konnte jeder einen Blick auf die Firma und deren Produktion werfen. «Wir veranstalten einen Tag der offenen Tür, um der Gemeinde Waldstatt und der Umgebung zu zeigen, wer wir sind und was wir machen. Wir wollen unsere Arbeit näherbringen und zeigen, wie wir uns in den letzten Jahren weiterentwickelt haben», sagt der Geschäftsführer und Miteigentümer der Firma Silvan Halter. Die Wagner AG stellt werkstoffoptimierte Lösungen für die Automobilindustrie, die Luftfahrt sowie für den Maschinen- und Anlagebau her. Sie ist spezialisiert in Aluminium- und, Thermoplast-Spritzguss sowie der Bearbeitung und Montage von einbaufertigen Baugruppen. Was die international ausgelegte Wagner AG abhebt, ist, dass sie unter einem Dach verschiedene Produktionstechnologien zu innovativen Lösungen verbinden kann. So werden beispielsweise neue Hybrid-Lösungen aus einer Verbindung aus Hochleistungs-Kunststoffen und Aluminium entwickelt, welche zu hohen Gewichts- und Kosteneinsparungen gegenüber traditionellen Lösungen führen. Dies hilft wiederum, die verschärften Abgasregeln und CO2-Richtlinien einzuhalten.

Die Firma arbeitet mit einem modernen Maschinenpark, der in den letzten Jahren stark modernisiert wurde. Die integrierte und vernetzte Nutzung der Produktionsanlagen auf Basis von Industrie 4.0 Technologien sowie eine intelligente Automation der Prozesse ist laut Silvan Halter, kritisch, um den Vorsprung hinsichtlich Qualität und Produktivität gegenüber der ausländischen Konkurrenz zu halten. Des Weiteren wirbt die Firma so neue Fachkräfte und Lehrlinge an. Die Firma bietet acht Lehrberufe: Logistiker/in, Konstrukteur/in, Kunststoffverarbeiter/in, Kunststofftechnologe/in, Gussformer/in, Gusstechnologe/in und Produktionsmechaniker/in. Kaufmann/Kauffrau bietet die Firma Wagner als EFZ- sowie als B-Profil Lehre an. Dabei unterstreicht Stephanie Geiger, Leiterin Personalwesen, dass die KV-Lehrlinge in vier Bereichen tätig sind: Empfang, Rechnungswesen, Personalwesen und im Auftragszentrum. «Es ist jedes Jahr eine Herausforderung, genügend Lehrlinge zu finden. Dabei haben die Lehrberufe ein hohes Entwicklungspotenzial», sagt Silvan Halter. Für die kleinsten Besucher wurde eine Zinkgiessstation aufgebaut.

Bauprojekt zusammen mit der Gemeinde und Coop

Ausserdem stellt die Firma ein Vorprojekt für die Entwicklung von Waldstatt West vor, welches in der Gemeinde zur Abstimmung kommen könnte. Dabei dreht es sich um die flächenmässige Vergrösserung der Firma sowie den Neubau einer Coop Filiale. In diese Diskussion ist die Wagner AG, der Kanton, die Gemeinde sowie Coop und die Nachbarschaft eingeschlossen. Waldstatt hat zwar bereits einen Coop, aber der sei zu klein. Nun soll ein Coop entstehen, der zum einen auf dem Boden der Wagner AG steht, und zum anderen auf dem der Gemeinde. Gleichzeitig soll die Wagner AG eine unterirdische Lagerhalle auf eigenem und Gemeindeboden bauen können.

Die Firma bot den Gästen einen Firmenrundgang an. Dabei war jede Station mit einem einfach gestalteten Plakat beschrieben. Für Fragen stand immer eine Fachkraft der jeweiligen Station zu Verfügung. Man konnte bei der Entwicklung, Konstruktion, Produktionssimulation, bis zur manuellen sowie automatisierten Produktion und Montage der Teile und Baugruppen dabei sein. Darüber hinaus wurde man über den Energiehaushalt der Firma informiert. Seit 2013 ist die Wagner AG zur CO2-Reduktion verpflichtet. Mit verschiedenen Massnahmen wird Energie effizienter und bewusster eingesetzt. Dabei will die Firma auch den Strom- und Gasverbrauch senken. «Mit neuen, moderneren Anlagen haben wir den Stromverbrauch bereits senken können. Damals in 2013 haben wir einen Plan erstellt, welcher in 2020 mit dem optimalen Energie- und Stromverbrauch endet. Im Bereich Stromverbrauch haben wir das Ziel jetzt schon erreicht», erklärt der Betriebsleiter Markus Ledergerber. Da trotz aller Bemühungen die Wärme-abgabe bei der Produktion nicht wegzudenken ist, hat die Firma mit der Gemeinde eine innovative Lösung gefunden. Die Abwärme geht über Wärmetauscher gratis an das Freibad, das Mehrzweckgebäude und die Schule in Waldstatt sowie an eine nahe Wohnbaugenossenschaft.

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