Waldstatt: Badi geht nicht baden

WALDSTATT. Die Waldstätter Stimmbürger sprechen sich deutlich für ihr Schwimmbad aus: Mit 562 zu 105 Stimmen fiel der Entscheid für eine Sanierung der Anlage deutlich aus. Nun dürften sich zusätzliche Sponsoren finanziell engagieren.

Karin Erni
Drucken
Teilen
Der technische Betriebsleiter Sepp Brunner und Gemeindepräsident Andreas Gantenbein freuen sich über die Rettung «ihres» Schwimmbads. (Bild: ker)

Der technische Betriebsleiter Sepp Brunner und Gemeindepräsident Andreas Gantenbein freuen sich über die Rettung «ihres» Schwimmbads. (Bild: ker)

Andreas Gantenbein ist überglücklich: «Ich bin sehr zufrieden. Das Resultat übertrifft meine kühnsten Erwartungen.» Er hätte bestenfalls mit einer Zweidrittelmehrheit gerechnet, so der Gemeindepräsident.

Das sich rund 80 Prozent der Waldstätter für ihr Schwimmbad aussprechen, ist für ihn ein wichtiges Statement. «Die Stimmbürger haben gezeigt, dass für sie ein Waldstatt ohne Schwimmbad unvorstellbar ist. Das ist wie Ausserrhoden ohne Landsgemeinde oder ohne Kantonalbank.» Im Abstimmungsedikt bezeichnet der Gemeinderat die Badi Waldstatt als wichtigen Standortvorteil für das Dorf. «Aus Sicht des Gemeinderates bedeutet die Badi Waldstatt eine klare Aufwertung für Waldstatt und macht einen wichtigen Aspekt der Attraktivität aus.» Besonders für Familien, die Kinder und Jugendlichen sowie auch für die ältere Bevölkerung stelle das Schwimmbad ein wichtiges Angebot, einen wichtigen Treffpunkt dar.

Zusätzliche Spenden erwartet

Bis jetzt sind der Gemeinde von Dritten Spenden in der Höhe von 130 000 Franken zugesagt worden. Diese sind bereits ins Budget eingeflossen. Gantenbein rechnet nun aber noch mit weiteren Sponsoren: «Viele, die ich angefragt habe, sagten mir, ich soll wiederkommen, wenn ich ein Ja in der Tasche habe.» Das werde er nun gerne tun und bei Stiftungen und weiteren möglichen Sponsoren anklopfen, so Gantenbein. Ein Nein hätte bedeutet, dass die Badi in etwa fünf Jahren mit Kosten von rund 500 000 Franken hätte abgebrochen werden müssen. Mit dem Ja haben die Stimmbürger budgetierte Baukosten in der Höhe von 530 000 Franken genehmigt. Die kommenden Jahre wird das Schwimmbad die Gemeinde mit 100 000 Franken pro Jahr belasten. Bis jetzt waren es lediglich 50 000 Franken gewesen. Ab 2018 wird das Schwimmbad die Gemeinde jährlich rund 133 000 Franken kosten, was nach heutigem Steuerertrag rund 0,12 Einheiten bedeutet.

2018 fertig

Der Zeitplan für die Sanierung sieht vor, dass als erstes die Steuerung für die Warmwasseraufbereitung ersetzt wird. Die Bauarbeiten am Becken werden im Herbst 2017 in Angriff genommen. So dürfte das erneuerte Schwimmbad im Frühling 2018 der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Am Muttertagsamstag, dem 9. Mai soll das Schwimmbad Waldstatt dieses Jahr planmässig seine Tore öffnen.