Waldränder in Hemberg aufwerten

Waldränder bieten Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten. Das Vernetzungsprojekt Hemberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, ökologisch wertvolle Waldränder zu fördern.

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HEMBERG. In der Gemeinde Hemberg liegen viele Kilometer Waldränder. Diese sind gemäss einer Mittelung der Gemeinde vielfältige Lebensräume und wichtige Rückzugsgebiete für viele Tier- und Pflanzenarten. Um ihr ökologisches Potenzial voll auszuschöpfen, bedürfen Waldränder gezielter forstlicher Eingriffe.

Im dritten Jahr

Das Vernetzungsprojekt Hemberg, das nun im dritten Umsetzungsjahr läuft, hat unter anderem die Förderung von ökologisch wertvollen Waldrändern zum Ziel. Die Gemeinde hat zusammen mit dem Revierförster und dem begleitenden Ökobüro GeOs GmbH erneut Waldrandverträge mit Landwirten abgeschlossen. Die festgelegten Massnahmen werden vom Kanton entschädigt. Je nach Standort bieten sich verschiedene Aufwertungsmassnahmen an. Sonnige, südexponierte Waldränder bieten laut Communiqué am meisten ökologisches Potenzial. Neben der Natur würden auch Förster von stabileren Waldbeständen und geringerem Verbiss profitieren. Für die Landwirte ergebe sich unter anderem oft eine bessere Besonnung der angrenzenden Wiese. Auch in den nächsten Jahren sollen weitere Waldränder aufgewertet werden.

Für eine hohe Vielfalt

Die Strauch- und Krautschicht soll gefördert werden. So soll eine möglichst hohe Arten- und Strukturvielfalt entstehen. In monotone Waldränder werden Buchten geschlagen, um eine dynamische Entwicklung zu ermöglichen. Einzelne, grosse Bäume werden gezielt entfernt, um lichtbedürftigeren Arten Platz zu machen, und Asthaufen können als Unterschlupf für Kleintiere aufgeschichtet werden. Wichtig bei einer ökologischen Aufwertung ist gemäss Mitteilung auch eine extensiv genutzte Fläche entlang des Waldrands, wo sich Fauna und Flora entwickeln können. Bei vielen Waldrändern, die an Flachmoore oder Magerwiesen grenzen, ist dies bereits der Fall. Bei anderen Flächen wird ein mindestens fünf Meter breiter Wiesenstreifen spät gemäht und nicht gedüngt. (pd)