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Waldpädagogik vom Feinsten

Ein neu gestalteter Naturpfad der Sinne wertet den Walderlebnisraum Gais wesentlich auf. Dank der Bertold-Suhner-Stiftung können vorab Schulklassen davon profitieren.
Martin Hüsler
Symbolische Eröffnung des Naturpfads der Sinne: Stiftungsratsmitglied Regina Dörig und Regierungsrat Alfred Stricker zersägen einen Baumstamm. (Bild: Matin Hüsler)

Symbolische Eröffnung des Naturpfads der Sinne: Stiftungsratsmitglied Regina Dörig und Regierungsrat Alfred Stricker zersägen einen Baumstamm. (Bild: Matin Hüsler)

Freude allenthalben am vergangenen Samstag draussen im Grossmoos, wo der Walderlebnisraum Gais (WER) als Naturrefugium eine namhafte Bereicherung erfahren hat. Auf dem Naturpfad der Sinne vermitteln nunmehr rund 50 Tafeln eine Fülle an zusätzlichen Informationen zu botanischen, zoologischen und morphologischen Belangen. Im Rahmen einer von der Streichmusik «Zündapp» umrahmten Eröffnungsfeier wurde das von langer Hand vorbereitete Werk seiner Bestimmung übergeben.

Wald lehrt Demut

Die Anwesenheit von Regierungsrat Alfred Stricker unterstrich den Wert, der dem WER als durchaus auch pädagogischer Bereich zuerkannt wird. Der Erziehungsdirektor betonte denn auch dessen Vorbildfunktion für praktisches Lernen in der freien Natur. Der Wald lasse aber auch erkennen, dass Demut wichtiger sei als Hochmut. Unter Hinweis auf das in Gais errichtete neue Rechenzentrum wies Alfred Stricker auf die unerlässliche Balance zwischen Technik und Natur hin. Insofern sorge der WER ein Stück weit auch für einen Ausgleich.

«Gais ist stolz»

Der Gaiser Vize-Gemeindepräsident Andy Winkler hob den wertvollen Beitrag hervor, den der WER an den pfleglichen Umgang mit der Natur leiste. Gais dürfe mit einiger Berechtigung stolz sein auf seine Landschaft, aber auch auf den WER, den in den acht Jahren seines Bestehens rund 20000 Menschen im Zuge von Exkursionen und Führungen aufgesucht hätten. Andy Winkler oblag es namens der Gemeinde, all jenen einen Dank abzustatten, die sich um den WER und um den neuen Naturpfad der Sinne verdient gemacht haben.

Glücksfall zum 50-Jahr-Jubiläum

Der pädagogische Aspekt des WER kommt dank der Bertold-Suhner-Stiftung auf ganz spezielle Art zum Tragen. Die Stiftung begeht heuer ihr 50-Jahr-Jubiläum und unterstützt deshalb – ganz im Geiste ihres Gründers Bertold Suhner, einer der Natur sehr verbundenen Persönlichkeit – ein nachhaltiges Projekt. Eine grosszügige Spende schafft die Voraussetzungen, dass Ausserrhoder Schulklassen in den nächsten vier Jahren den WER völlig kostenlos besuchen können, inklusive Hin- und Rückreise. Regina Dörig, Mitglied des Stiftungsrates, sprach von einem Glücksfall und zeigte sich überzeugt, dass der Naturpfad der Sinne perfekt in die Vorstellungen Bertold Suhners passen würde. Auch sie wohnte der Eröffnung bei angenehmer Temperatur und passenden «Waldwetter» bei.

Ruhige Hauptversammlung

Der Einweihung des Naturpfads vorangegangen war die Hauptversammlung des 160 Mitglieder zählenden WER-Trägervereins, zu der Präsident Hansjürg Hörler rund einen Viertel davon willkommen heissen konnte. Aus seinem Jahresbericht für 2017 liess sich unter anderem die rege Aktivität im Verein ableiten. 35 Schulklassen hätten den WER, der weiterhin auf die Unterstützung seitens der Stiftung Pro Appenzell zählen könne, aufgesucht. Kassier Martin Frischknecht konnte eine ausgeglichene Rechnung präsentieren. Im Vorstand gab es eine Mutation, indem Walter Fitzi als Vertreter der Korporation Rietli-Schachen durch deren Präsidenten Ernst Nägeli ersetzt wurde.

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