Waldgang zum Jubiläum

Die Allmeindkorporation Wintersberg unternahm zu ihrem 150-Jahr-Jubiläum einen Waldgang. Die Sonne erwartete die «Allmeindfamilie» und die Gäste der Allmeindkorporation im Runkel.

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Die Allmeindkorporation Wintersberg unternahm zu ihrem 150-Jahr-Jubiläum einen Waldgang.

Die Sonne erwartete die «Allmeindfamilie» und die Gäste der Allmeindkorporation im Runkel. Nach der Begrüssung durch das amtsälteste Mitglied der Verwaltung, Werner Amacker, zog die Wanderschar von rund 100 Personen Richtung Gesäss, Sandrank, Pfingstmoos. Auf der frisch gemähten Streuwiese informierte Revierförster Reto Hänni kurz über die Situation und Bedeutung des Allmeindwaldes. Danach zogen wir dem Wanderweg entlang Richtung Rigelschwendi bis zum Zübliriet. Bei kurzem Halt in der Waldlichtung erklärte uns Kreisförster Christof Gantner die Wichtigkeit eines gepflegten Waldes. Er dankte allen Beteiligten wie Förstern, Holzern, Jägern sowie der Verwaltung für die verantwortungsvolle Arbeit.

Bald erreichten wir die Stumpenstrasse-Säbel, wo der Obmann die Aufgaben der Jäger erläuterte. Sie sorgen vor allem für das Gleichgewicht der Tierwelt im Walde. Im Turpenmoosriet angekommen erwartete uns das Mittagessen. Die feine «Suppe mit Spatz», von den Familien Amacker und Bleiker zubereitet, schmeckte allen köstlich. Beim gemütlichen Zusammensein von Alt und Jung – bei ausgedehnten Gesprächen über Vergangenheit und Zukunft, bei Kuchen und Kaffee – genossen alle die Herbstsonne. Ein Dankeschön allen Beteiligten, die mithalfen den Tag zu gestalten und die sich immer wieder für das Gemeinwohl einsetzen.

Mögen auch die kommenden Generationen diesem Flecken Erde in Verantwortung für die Nachwelt Sorge tragen, damit sich der Kreislauf von Leben und Sterben immer wieder schliesst. Ein alter, weiser Bauer sagte einmal: «Wald ist kein Reichtum – doch kein Wald ist Armut.»

Werner Brunner

Sepp Schafflützel

Eckdaten zum Allmeindwald: Öffentlich rechtliche Korporation, urkundlich erwähnt seit dem 14. Jahrhundert, Grösse in den Marken der AKW, rund 160 Hektaren, davon rund 20 Hektaren Ried. Das Allmeindbürgerrecht wird durch Vererbung weitergegeben und berechtigt zum Bezug von zurzeit drei Kubik Holz pro Jahr.