Walderlebnis grenzenlos

Schulkinder aus dem vorarlbergischen Bezau besuchen im Rahmen des IBK-Projektes für Jugendbegegnung den Walderlebnisraum Gais.

Martin Hüsler
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Gemeinsam bei Siedwurst und Chäshörnli: Bezauer und Gaiser Kinder beim Mittagessen. (Bild: hü)

Gemeinsam bei Siedwurst und Chäshörnli: Bezauer und Gaiser Kinder beim Mittagessen. (Bild: hü)

GAIS. Die Internationale Bodensee-Konferenz (IBK) nimmt man in der Öffentlichkeit als eine Organisation wahr, die vorab im wirtschaftlichen und allenfalls im kulturellen Bereich tätig ist. Sie kennt aber auch weitere Felder, auf denen der grenzüberschreitende Gedanke zum Tragen kommt. Dazu gehört auch die Förderung von Begegnungen Jugendlicher aus der Bodenseeregion. Sie hat dafür heuer einen «Ideenwettbewerb für Jugendbegegnung» ausgeschrieben, der in Bezau und in Gais auf fruchtbaren Boden gefallen ist.

Waldpädagogisches Projekt

Ueli Fitzi von Gais Tourismus nahm die Idee auf und knüpfte Kontakte nach Bezau im Bregenzerwald. Daraus erwuchs ein gemeinsames waldpädagogisches Projekt, das der IBK eingereicht, von ihr im vergangenen März positiv beurteilt und damit auch finanziell unterstützt wurde. Hand zur Realisierung des Projekts bot die Lehrerschaft beider Gemeinden, so dass für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Wald- und Naturerlebnistage – einmal in Gais, einmal in Bezau – konzipiert werden konnten.

Auftakt in Gais

Am letzten Dienstag nun reisten die Kinder aus Bezau über den Rhein hinauf zum Stoss, wo sie im Rietli dem Zug der Appenzeller Bahnen entstiegen. Von dort ging es in Begleitung ihrer Gaiser Partnerklassen von Fanny Brugger und Marco Zehnder zum Walderlebnisraum. Derweil die Bezauer Lehrkräfte Charly Nussbaumer und Gerda Mennel kein langes Abtasten benötigten, um mit ihren Gaiser Kollegen ins Gespräch zu kommen, hielt man auf Seiten der Schülerschaft einstweilen noch etwas auf Distanz. Die anfängliche Scheu sollte sich aber im Laufe der gemeinsam verbrachten Stunden ziemlich rasch zu einem munteren Miteinander entwickeln, und gegen Ende des Begegnungstages wurden eifrig Adressen und Handynummern ausgetauscht.

Lebhafter Betrieb

Die Gaiser Schülerinnen und Schüler hatten sich verschiedene Spiele ausgedacht, welche sowohl die körperliche wie die geistige Fertigkeit auf die Probe stellten. Selbst ein Schwingen auf Matten war Bestandteil des Programms, wobei die Gäste aus Vorarlberg unter kundiger Anleitung sowie grossem Hallo wenigstens ansatzweise erfahren konnten, was ein Brienzer oder ein Kurz ist.

Auch in kulinarischer Hinsicht liessen die Gaiser nichts anbrennen. Canapés und eine köstliche Beerenbowle zum Empfang trugen ihnen schon viel Lob ein. Und das in der Schulküche zubereitete und mit Kochkisten in den Walderlebnisraum transportierte Mittagessen hätte mit Siedwurst, Chäshörnli und Apfelmus appenzellischer nicht ausfallen können.

Alle zeigten sich vom Gebotenen sehr angetan, was auch die eigens aus Konstanz angereiste Katja Heller, bei der IBK Koordinatorin der Kleinprojekte, gerne bestätigte. Jetzt sind die Gaiser Schülerinnen und Schüler gespannt, was sie beim Gegenbesuch am 27. September in Bezau erwartet.