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WALD: Eine Dachorganisation in Aussicht

An der Delegiertenversammlung des Appenzellischen Schafzuchtverbandes wird ein Vorstandsmitglied geehrt und ein nationales Bekämpfungsprogramm besprochen.
Lukas Pfiffner
Sepp Sennhauser führt durch die Versammlung. (Bild: PF)

Sepp Sennhauser führt durch die Versammlung. (Bild: PF)

«Die Globalisierung betrifft auch uns Schäfeler», sagte Präsident Sepp Sennhauser an der 20. Delegiertenversammlung des Appenzellischen Schafzuchtverbandes in Wald. Zwar sei am WEF in Davos nicht über Schafe diskutiert worden. Aber eine anhaltende Dürre in der Mongolei oder Schneestürme in England können Einfluss haben auf die Fleischpreise in Europa. «Auch die Abwertung des englischen Pfunds oder die Stärkung des amerikanischen Dollars wirken sich auf die hiesigen Lamm-Preise aus.»

Sepp Sennhauser wies am Freitag im Restaurant Linde mit Nachdruck auf Querelen an der Spitze des Schweizerischen Schafzuchtverbandes hin und sprach von einem Scherbenhaufen im Hinblick auf die kommende nationale Delegiertenversammlung. Er blickte mit Bildern nicht nur auf das vergangene Jahr zurück, sondern auf zwei Jahrzehnte – der kantonale Verband ist 1998 gegründet worden. Seit dem Anfang im Amt ist Kassier Ventur Wildhaber. «Wir danken dir für deine Treue», sagte Sennhauser an der Jubiläumsversammlung und überreichte ihm ein Geschenk. Die 25 Delegierten aus den fünf Vereinen des Verbandes wählten den Vorstand einstimmig für die nächste zweijährige Amtszeit. Der Grossteil der Geschäfte war rasch abgehandelt. Die Prämienauszahlung an die Genossenschaften für das Jahr 2018 beträgt pro prämienberechtigtes Tier 9.50 Franken. Der Mitgliederbeitrag pro Herdebuchtier wurde bei 60 Rappen belassen. Kantonstierarzt Sascha Quaile ging als Versammlungsgast auf die Moderhinke ein, eine Klauenkrankheit. Diese wird in gewissen Regionen systematisch bekämpft. Es kommt aber oft zu Rückschlägen durch Wiedereinschleppung der Krankheit in sanierte Herden. Mit der Annahme einer parlamentarischen Motion hat das Parlament im Jahre 2015 den Bundesrat beauftragt, die Voraussetzungen für eine schweizweit koordinierte Bekämpfung der Moderhinke der Schafe zu schaffen. An der DV der Appenzeller Schafzüchter gab es kontroverse Meinungen zur Einsetzung eines nationalen Bekämpfungsprogramms: Einerseits stehe das Wohl der Tiere zurecht im Vordergrund, anderseits würden gewisse Kosten zweifellos auf die Halter übertragen.

110000 von rund 400000 Schafen sind erfasst

Mathias Rüesch, Geschäftsführer des St. Gallischen Schafzuchtverbandes, stellte die Initiative «Schafe Schweiz» vor: Unter diesem Namen soll eine Produzenten- und Branchenorganisation geschaffen werden. Damit würde für die Züchter und Halter, die bisher verschiedenen Gruppierungen und Verbänden angeschlossen sind, eine einzige Dachorganisation installiert und in «Bundesbern» als starke Stimme auftreten. Aktuell leben in der Schweiz etwa 400000 Schafe, offiziell erfasst sind nur rund 110000 Zuchtschafe.

Lukas Pfiffner

lukas.pfiffner@appenzellerzeitung.ch

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