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WALD: Die Neuen stellen sich vor

An der Wahlversammlung werben die Kandidaten für den Gemeinderat um die Gunst der Anwesenden. Diskutiert wird die Zukunft des Dorfladens. Kritik übt der ehemalige Gemeindepräsident Jakob Egli.
Jesko Calderara
Am 8. April müssen in Wald fünf Sitze im Gemeinderat neu besetzt werden. (Bild: APZ)

Am 8. April müssen in Wald fünf Sitze im Gemeinderat neu besetzt werden. (Bild: APZ)

Jesko Calderara

jesko.calderara@appenzellerzeitung.ch

Das umstrittene Projekt Dorfzentrum dürfte in Wald noch längere Zeit das dominierende Thema bleiben. Die fünf Kandidierenden für die frei werdenden Sitze im Gemeinderat skizzierten am Dienstagabend an der Wahlversammlung ihre Vorstellungen dazu. Deutliche Worte wählte Nicolo Abate. «Die betroffenen Gebäude im Zentrum sind ein Schandfleck», sagte er vor den 80 Anwesenden. Der Dorfkern müsse gut aussehen, dies wirke anziehend auf Neuzuzüger.

Für Thomas Fry ist ein Dorfladen entscheidend für die Attraktivität einer Gemeinde. Dessen Überleben zu sichern sei letztlich eine Aufgabe aller Einwohnerinnen und Einwohner. Ob dazu auch eine finanzielle Beteiligung der öffentlichen Hand notwendig ist, liess Fry offen. Dagegen zeigte sich Thomas Stahr überzeugt, dass ein Laden auch ohne Gelder der Gemeinde überleben kann. Seine Ideen wolle er aber zuerst im Gemeinderat diskutieren.

Die Bewerber äusserten zudem ihre Visionen für die Vorderländer Gemeinde. Enza Welz-Sonderegger strebt eine Verdoppelung der Schülerzahlen innerhalb von zehn Jahren an. Zudem will sie das seit längerem vergiftete politische Klima in der Gemeinde verbessern. Ähnlich äusserte sich Abate. Er plädierte für einen anständigen Umgangston untereinander. Ein ehrgeiziges Ziel nannte Stahr. Wald müsse sich langfristig aus dem Finanzausgleich befreien. Erreicht werden soll dies mit einem moderaten Bevölkerungswachstum.

Gewählt wird in Wald am 8. April. Neue Namen von potenziellen Gemeinderatskandidierenden sind an der Wahlversammlung keine dazugekommen. Claudia Jann fehlte krankheitshalber.

Vorwürfe gegen den Gemeinderat

Zum Schluss kam die Spar-Liegenschaft zur Sprache. Diese wurde kürzlich vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen transferiert, so wie es die GPK und die externe Revisionsgesellschaft forderten. Der ehemalige Gemeindepräsident Jakob Egli bezeichnete den Schritt als «Kompetenzüberschreitung des Gemeinderates». Die Stimmberechtigten hätten sich mehrmals für den Erhalt des Dorfladens ausgesprochen. Damit sei dies eine öffentliche Aufgabe. Daher gehöre das Objekt ins Verwaltungsvermögen. Kein Verständnis hat Egli ferner für den Entscheid, den Projektierungskredit von 337 000 Franken abzuschreiben. «Dazu braucht es einen Urnengang.» GPK-Präsident Beat Bouquet verteidigte die gemeinderätliche Vorgehensweise. Investitionen müssten auf ihre Werthaltigkeit überprüft werden. «Nachdem der Neubau nicht wie vorgesehen realisiert werden kann, ist die Abschreibung zwingend notwendig.»

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