WALD: Baubewilligung für «Dorfzentrum» erteilt

Der Gemeinderat weist drei Einsprachen gegen den geplanten Neubau im Zentrum von Wald ab. Die Einsprecher haben 20 Tage Zeit, dagegen Rekurs zu erheben. Gemeindepräsidentin Edith Beeler rechnet damit, dass sie bis vor Bundesgericht gehen.

Monika Egli
Merken
Drucken
Teilen
«Spar» und «Verwaltung» sind sanierungsbedürftige Häuser, eine lange Verzögerung deshalb «nicht toll». (Bild: apz)

«Spar» und «Verwaltung» sind sanierungsbedürftige Häuser, eine lange Verzögerung deshalb «nicht toll». (Bild: apz)

WALD. Bis am 21. Februar dauerte die Auflagefrist für das seit Jahren umstrittene Projekt «Dorfzentrum Wald». In dieser Zeit sind drei Einsprachen eingegangen, die der Gemeinderat laut Mitteilung im Gemeindeblatt «Wanze» abgewiesen hat. Gleichzeitig hat er die Baubewilligung erteilt. «Gegen den Baubewilligungs- und Einspracheentscheid kann beim Departement Bau und Volkswirtschaft Rekurs erhoben werden», heisst es abschliessend in der «Wanze».

Lange Verzögerungen möglich

Drei Einsprachen, das scheint angesichts des lange Zeit in der Kritik gestandenen Projektes wenig. Gemeindepräsidentin Edith Beeler sagt dazu, dass eine einzige Einsprache so schwerwiegend sein könne wie deren 20. «Eine einzige Einsprache kann lange Verzögerungen mit sich bringen.» Und sie kann sich gut vorstellen, dass die drei Einsprecher gegen den gemeinderätlichen Entscheid Rekurs erheben werden, «möglicherweise bis vor Bundesgericht». Unter Umständen daure das Jahre, Edith Beeler rechnet mindestens mit einer zweijährigen Verzögerung, falls die Einsprachen weitergezogen werden. Und das sei «nicht so toll», denn die Gebäude Spar und Gemeindeverwaltung sind beide sanierungsbedürftig. «Es sind sehr alte Gebäude. Im Sommer ist es innen heiss, im Winter kalt, Boiler, Heizung…» Diverse Reparaturen habe man wegen eines möglichen Neubaus immer wieder hinausgeschoben. Die Situation sei für den Betreiber des Lebensmittelgeschäftes, die Mieter der Wohnung und für die Angestellten der Gemeindeverwaltung alles andere als komfortabel. Aber solange ein Neubauprojekt geplant werde, wolle man auch nicht in Altes investieren. Wogegen rekurriert wurde, will Edith Beeler nicht sagen.

Kein Abstimmungstermin

Eine Abstimmung, die letztlich über das Projekt entscheidet, wird Edith Beeler erst ansetzen, wenn die Rekurse erledigt sind. «Sonst haben wir am Ende die Situation, dass das Volk Ja sagt, nachher aber noch Auflagen der Gerichte kommen und wir wegen Projektänderungen noch einmal abstimmen müssen.» Für einen Rekurs haben die Rekurrenten 20 Tage ab Erhalt des Briefes mit dem Entscheid des Gemeinderates Zeit.

Edith Beeler Gemeindepräsidentin Wald (Bild: kk)

Edith Beeler Gemeindepräsidentin Wald (Bild: kk)