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WAHLFEIER: Von der Pfadi in die Politik

Die FDP der Gemeinde Kirchberg lud am Sonntagabend im Toggenburgerhof zur Wahlfeier für Roman Habrik, der am 1. Januar 2017 die Nachfolge von Gemeindepräsident Christoph Häne (CVP) antritt.
Beat Lanzendorfer
Simon Seelhofer, Präsident FDP der Gemeinde Kirchberg, Marc Mächler, Regierungsrat, Roman Habrik, ab 1. Januar Gemeindepräsident, und Christoph Häne, bis Ende 2016 Gemeindepräsident, von links. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Simon Seelhofer, Präsident FDP der Gemeinde Kirchberg, Marc Mächler, Regierungsrat, Roman Habrik, ab 1. Januar Gemeindepräsident, und Christoph Häne, bis Ende 2016 Gemeindepräsident, von links. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer

@toggenburgmedien.ch

Das Leben ist immer wieder für Überraschungen gut. Im April wählten die Stimmbürger Marc Mächler in den St. Galler Regierungsrat. Fünf Monate später erhielt Roman Habrik im Kampf um das Kirchberger Gemeindepräsidium am meisten Stimmen. Beide sind in Zuzwil aufgewachsen, beide sind in der Pfadi, in der sie zu Freunden geworden sind, beide haben den Weg in die Politik eingeschlagen. Dies der Grund, weshalb Marc Mächler seinem Freund Roman Habrik am Sonntag persönlich zur Wahl gratulierte.

Der Anfang eines intensiven Wahlkampfes

«Im Oktober 2015 kündete Christoph Häne auf Ende 2016 seinen Rücktritt als Gemeindepräsident nach 24jähriger Amtszeit an. Drei Monate später traf sich die Findungskommission, bestehend aus allen vier Ortsparteien, zur ersten Sitzung. Es galt aus den 20 Bewerbungen sechs herauszufiltrieren, die persönlich eingeladen worden sind. Letztlich sind Michael Sutter und Roman Habrik, beide FDP, sowie Philipp Dörig, parteilos, übriggeblieben, die sich in den Monaten danach einen aktiven und fairen Wahlkampf geliefert haben», blickte Gastgeber Simon Seelhofer, Präsident der FDP Kirchberg, in seinen Begrüssungsworten auf das intensive Wahljahr zurück. «Mein Dank gilt Christoph Häne, der in seiner Amtszeit einen hervorragenden Job gemacht hat.» Und in Anspielung auf den FC St. Gallen, der zurzeit schwierige Zeiten durchmacht, wünschte Seelhofer dem neuen Gemeindepräsidenten: «Du bist ja ab und zu im Kybun-Park. Dort heisst es des Öfteren, FC St. Galle, das häsch nöd verdient. Ich wünsche dir Roman, dass es bald heisst: Kirchberg, so en Gmeindspräsident häsch verdient.»

Die Wahlfeier für Christoph Häne fand 1993 an gleicher Stelle statt. «Sie konnte im Gegensatz zu heute nicht pünktlich beginnen. In meiner Funktion als Stadtschreiber musste ich in Wil präsent sein. Weil sich das Zählen der Stimmen hinauszögerte, traf ich erst mit einer Stunde Verspätung ein», erzählte der noch amtierende Gemeindepräsident.

Der harzige Beginn sollte keine negativen Folgen haben. Es lag ihm fern, seinem Nachfolger Ratschläge mit auf den Weg zu geben, so beliess er es bei drei Themen, die ihm speziell am Herzen liegen: «Für mich geniessen Natur und Landschaft eine hohe Priorität, wichtig war mir auch immer die Pflege der Dörfervielfalt und letztendlich wünsche ich dir eine Entscheidungsfreudigkeit, denn als von den Stimmbürgern gewählter Gemeindepräsident bist du derjenige, der ­irgendwann für die Entschei­dungen zuständig ist.» Christoph Häne liess nicht unerwähnt, dass er Roman Habrik eine intakte Gemeindeverwaltung übergibt. «Die Arbeit wird dir nicht ausgehen, insbesondere in der schulischen Infrastruktur kommen auf die Gemeinde grosse Herausforderungen zu. Mit Schulratspräsident Orlando Simeon hast du aber eine wichtige Stütze zur Seite.»

Roman Habrik dankte in erster Linie der Findungskommission, die ihm das Vertrauen geschenkt hat. «Mein Dank geht auch an meine Mitkonkurrenten Philipp Dörig und Michael Sutter. Der faire Wahlkampf war Grundstein, dass jetzt nicht offene Gräben zugeschüttet werden müssen.» Stolz ist er auf seine Familie, die ihm als seine grössten Fans den Rücken gestärkt hat. Nun sei es Zeit, mit der Vergangenheit abzuschliessen und in die Zukunft zu schauen. «Ab sofort steht die Gemeinde Kirchberg im Vordergrund», so Roman Habrik. Er ist sich der grossen Fussstapfen durchaus bewusst. Mit der nötigen Geduld und ein wenig Verständnis ist er sich sicher, es kommt gut.

Dank des Entgegenkommens seines bisherigen Arbeitgebers, die Firma Bühler in Uzwil, ist es Roman Habrik möglich, seine letzten Ferien in diesem Jahr zusammen mit Christoph Häne zur Übergabe der Amtsgeschäfte einzusetzen. Mit den Worten: «Etliche Probleme lassen sich vermeiden, wenn die Menschen miteinander, statt übereinander reden», schloss Roman Habrik seine Ansprache.

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