Wärmeverbund integrieren

REUTE. Die heutige Wärmeverbund Dorf Reute GmbH soll liquidiert werden. Der Wärmeverbund soll stattdessen in die Gemeinderechnung integriert und als eigenes Ressort geführt werden.

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Der Gemeinderat Reute hat das Reglement Wärmeverbund erlassen. (Bild: apz)

Der Gemeinderat Reute hat das Reglement Wärmeverbund erlassen. (Bild: apz)

Weil man 2009 in der Gemeinde Reute unter Druck stand, möglichst schnell eine Heizung für die «alte Kanzlei» zu realisieren, wurde damals die Wärmeverbund Dorf Reute GmbH gegründet. Nur so war es gemäss einer Medienmitteilung auch möglich, Subventionen in der Höhe von 36 000 Franken zu erhalten.

Inzwischen hätten sich die Vorteile, die mit der Gründung der GmbH verbunden waren, ins Gegenteil gewendet. Als selbständige Firma habe die GmbH schlechtere Konditionen beim Fremdkapital als die Gemeinde, benötige eine eigene, teurere Versicherungslösung und sei steuerpflichtig. «Die GmbH wirtschaftet in den letzten Jahren knapp kostendeckend», schreibt die Gemeinde.

Eigenes Ressort

Die klaren Nachteile der GmbH haben den Gemeinderat bewogen, das ursprüngliche Ziel wieder aufzunehmen und den Wärmeverbund in die Gemeinderechnung zu integrieren und als eigenes Ressort zu führen. Die Gemeinde übernimmt dabei alle Aktiven und Passiven der GmbH, die anschliessend liquidiert wird.

Durch bessere Zinskonditionen könne das Betriebsergebnis des Wärmeverbundes verbessert werden, heisst es. Jede weitere angeschlossene Liegenschaft trage ebenfalls dazu bei.

Die Übernahme in die Gemeinderechnung war bereits 2015 geplant und die entsprechenden Konten in der Jahresrechnung vorgesehen. Doch da der Wärmeverbund mittels Spezialfinanzierung geführt werden soll und eine solche einer gesetzlichen Grundlage bedarf, musste erst ein Reglement für den Wärmeverbund ausgearbeitet werden.

In Absprache mit der Geschäftsprüfungskommission wurde beschlossen, erst das Reglement zu schaffen und die Integration auf den 1. Januar 2016 vorzunehmen.

Reglement für Wärmeverbund

Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 15. September das Reglement für den Wärmeverbund erlassen. Dieses regelt unter anderem die Trägerschaft, die Zuständigkeiten sowie die Schaffung einer Spezialfinanzierung.

Erlass, Aufhebung und Änderung allgemeinverbindlicher Reglemente der Gemeinde unterstehen dem fakultativen Referendum. Wenn mindestens 21 Stimmberechtigte dies innert 20 Tagen nach der amtlichen Bekanntmachung eines Beschlusses schriftlich verlangen, ist das Reglement für den Wärmeverbund Reute zur Abstimmung zu bringen. Die amtliche Bekanntmachung erfolgte gestern. Die Referendumsfrist dauert von heute bis 21. Oktober. (gk)

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