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Wärme kommt von Norden

In zwölf Monaten wird der Wärmeverbund Mehrzweckgebäude Ifang/Schulhaus Eichbüel/ Bezirksgebäude erstmals mit Fernwärme versorgt. Die Verträge sind unterschrieben worden.
Beat Lanzendorfer
Die Verträge sind unterschrieben, von links: Michael Sutter, Felix Forster und Max Keller. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Verträge sind unterschrieben, von links: Michael Sutter, Felix Forster und Max Keller. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Im November 2014 wurde die Interessengemeinschaft Fernwärme Kirchberg-Wil gegründet. Dieser gehören Vertreter der Stadt Wil, der Technischen Betriebe Wil, der Gemeinde Kirchberg, der RWT Regionalwerk Toggenburg AG, der Dorfkorporation Bazenheid sowie des Zweckverbandes Abfallverwertung Bazenheid als Wärmelieferant an. Ziel ist es, die Möglichkeiten punkto Fernwärme auszuloten und Gespräche mit potenziellen Kunden zu führen.

Drei Monate später war das Thema Fernwärme in Bazenheid schon konkret. Im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung orientierte Felix Forster, Präsident der Dorfkorporation, über die geplante Erschliessung des Dorfes mit Fernwärme ab Energiepark Bazenheid. Vorausgegangen war eine im Jahr 2013 in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie, die aufzeigt, dass ein Fernwärmenetz vom Energiepark ins Dorf und in die Stadt Wil ökologisch wertvoll und technisch sowie wirtschaftlich machbar ist.

Verträge diese Woche unterschrieben

Das Interesse nach der Informationsveranstaltung im Februar 2014 bestätigte Felix Forster, das Vorhaben weiter voranzutreiben. «Nun ging es darum, konkret Kunden zu gewinnen, die bereit sind, auf Fernwärme zu setzen. Mit dem Wärmeverbund Mehrzweckgebäude Ifang/Schulhaus Eichbüel/Bezirksgebäude gelingt dies.» Die Verträge sind am Donnerstagnachmittag im Beisein von Max Keller, Leiter Werkhof Kirchberg, Liegenschaftsverwalter der Schulhäuser, sowie Gemeinderat Michael Sutter, Präsident Betriebskommission Mehrzweckgebäude Ifang, unterzeichnet worden. Letzterer, auch Präsident der Energiekommission, zeigt sich über den Abschluss zufrieden: «Die Gemeinde Kirchberg ist seit 2013 Energiestadt. Mit dem Umstieg auf Fernwärme leistet sie einen wertvollen Beitrag.» Und weiter: «Dort, wo die Gemeinde Handlungsspielraum hat, wird sie diesen geltend machen. So hat sie beim Überbauungsplan Spelterini darauf bestanden, dass die Heizung dereinst mit Fernwärme betrieben wird.»

Angebot für Schnellentschlossene

Laut Felix Forster beginnen die Bauarbeiten im Frühjahr 2017, «sobald es die Schneebedingungen zulassen». Im Herbst desselben Jahres wird der Wärmeverbund Mehrzweckgebäude Ifang/Schulhaus Eichbüel/Bezirksgebäude erstmals mit Fernwärme versorgt. Verlegt wird der Fernwärmestrang ab Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) Richtung Unterbazenheid. Von dort führt er weiter zum Ifang, was einer Gesamtlänge von rund zwei Kilometern entspricht. Die Hauptleitung durchs Dorf verläuft anschliessend unter der Wiler- und Toggenburgerstrasse hindurch und endet beim ehemaligen Zeughaus. «Wir sind daran, die Voraussetzungen für ein flächendeckendes Fernwärmenetz zu schaffen. Nun liegt es an den Einwohnern, dieses zu nutzen», erklärt Felix Forster. Schnellentschlossene profitieren vom Startangebot. Wer sich bis zum 31. Dezember 2016 zum Wechsel auf Fernwärme entscheidet, profitiert von der günstigeren Anschlussleistung von Fr. 150.–/kW statt Fr. 200.–/kW. Das Angebot gilt für Verträge bis zum Erreichen der ersten 1000 kW Gesamtanschlussleistung (öffentliche Hand ausgenommen).

Kirchberg, Stelz und Wil warten ab

Mit der Inbetriebnahme der Fernwärme in Bazenheid interessiert auch der Stand in Kirchberg, im Stelz sowie jener in der Stadt Wil. Laut Andreas Jossi, Geschäftsführer RWT Regionalwerk Toggenburg, wird der Fernwärmeanschluss nach Kirchberg im Moment nicht forciert. «Das Dorf wäre gross genug, um ein Fernwärmenetz zu realisieren. Vorerst konzentrieren wir uns auf das Netz in Bazenheid und sammeln Erfahrungen. Mittel- bis langfristig kann Kirchberg zum Thema werden. Der Stelz als alleinstehender Wärmeverbund ist nicht spannend. Die grossen Industrien decken den Wärmebedarf durch die eigene Abwärme aus der Produktion ab. Fernwärme im Stelz macht nur Sinn im Verbund mit der Stadt Wil», erklärt Jossi abschliessend.

Anmerkung: Die Planung des Fernwärmenetzes in der Stadt Wil ist im Finanzplan 2017/18 angezeigt, ein endgültiger Beschluss ist offen.

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