Wachthaltende Soldaten beschenkt

Vor 100 Jahren

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Vor 100 Jahren

6. Januar: Toggenburg. «Eine Toggenburgerin hat mich zu grossem Dank verpflichtet. Ihren Namen kenne ich nicht. Aber auf irgendeine Art muss sie erfahren, dass das schöne Weihnachtsgeschenk für die wachthaltenden Soldaten an der Grenze zur rechten Zeit eingetroffen ist. Es hat gereicht, um 60 Soldaten mit einer kleinen Zugabe zum Christbaum zu erfreuen. Natürlich haben sie nach Namen und Aussehen der liebenswürdigen Spenderin gefragt, ohne dass ich ihren «Gwunder» zufriedenstellen konnte. Wollen Sie ihr durch Veröffentlichung dieser Zeilen im Namen aller Beschenkten Dank und Glück und Segen wünschen zum neuen Jahr».

6. Januar: Wattwil. Die Sylvesterfeier wird wohl die denkwürdigste sein, die je in unserer Kirche abgehalten worden ist, denn in den Glockenruf der Kirche mischte sich der dumpfe, deutlich vernehmbare Kanonendonner vom westlichen Kriegsschauplatze her. Musste da nicht einen Jeden, der zum Gotteshause schritt, ein tiefes Dankgefühl erfassen dafür, dass wir bis jetzt von der Kriegsfurie verschont geblieben und die Kanonenläufe nicht gegen unser liebes Vaterland gerichtet sind?

Vor 50 Jahren

4. Januar: Wattwil. Es wurde vorgeschlagen, den Verkehr Ricken–Toggenburg in der Brendi abzuzweigen, in Lichtensteig über eine neue Schomattenstrasse zu führen und an Stelle des seinerzeitigen Niveauüberganges beim Bahnhof einen Anschluss für den Ortsverkehr zu erstellen. Mit dem Bau der Ueberführung (sog. Schleife) ergab sich eine relativ flüssige Verkehrsabwicklung in Richtung Obertoggenburg, wobei lediglich der Anschluss an die Ebnaterstrasse bei der Fabrik Heberlein nach wie vor ein Hindernis darstellt. Der Verkehrsanteil Ricken–Lichtensteig blieb weiterhin an die Post- und an die Wilerstrasse sowie zusätzlich an die Bahnhofstrasse gebunden. Da letzterer Charakter einer ausgesprochenen Geschäftsstrasse aufweist, dürfte die Belastung mit dem Durchgangsverkehr in absehbarer Zeit untragbar werden.

Vor 20 Jahren

9. Januar: Mosnang. Bereits zum 20. Mal führte der Radfahrer- und Motorfahrerclub Mosnang sein Radballgrümpelturnier durch. Es beteiligten sich insgesamt 172 Mannschaften aus den verschiedensten Teilen der Ostschweiz. Mosnang gilt für diese Sportart als Hochburg. Nicht zuletzt sind auch die Mitglieder stark daran interessiert, dass sich viele «Heimwehmosnanger» für diese Sportart begeistern lassen.

Vor 10 Jahren

4. Januar: Necker. Lehrpersonen von Kindergarten, Primar- und Oberstufe mit rund 700 Kindergärtlern und Schülern feierten den Auftakt der Schule Neckertal zusammen mit der neuen Behörde. 5. Januar: Wattwil. Nach zwei Jahren Abstiegsrunde zur 1. Liga hat der KSV Wattwil souverän die Finalrunde zur NLA erreicht. Mit nur drei Niederlagen klassierten sich die Wattwilerinnen auf dem dritten Platz in der Ostgruppe und werden nun mit Spielen gegen die besten Teams aus der Ost- und Westgruppe belohnt. Dass es im gleichen Rhythmus weitergeht, davon träumen wohl nur die grössten Optimisten. Es gibt keine leichten Gegner mehr, jeder Satzgewinn wirkt motivierend und entscheidet über den Abstieg.