Wachstum und erfreulicher Steuerabschluss

Die Gemeinde Kirchberg wächst weiterhin. Auch im Jahr 2014 hat die Einwohnerzahl in der Gemeinde Kirchberg deutlich zugenommen. Der Einwohnerbestand von 8471 Ende 2013 hat sich um weitere 206 Personen erhöht. Somit lebten Ende 2014 total 8677 Einwohner in der Gemeinde.

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Die Gemeinde Kirchberg wächst weiterhin. Auch im Jahr 2014 hat die Einwohnerzahl in der Gemeinde Kirchberg deutlich zugenommen. Der Einwohnerbestand von 8471 Ende 2013 hat sich um weitere 206 Personen erhöht. Somit lebten Ende 2014 total 8677 Einwohner in der Gemeinde. Dies entspricht einem Zuwachs von 2,43 Prozent.

Störender Durchgangsverkehr

Das Strassenteilstück zwischen dem Gemeindehaus und Volg/Landi im Kirchberger Dorfzentrum ist verkehrsmässig stark belastet. Obwohl es primär als Zubringerstrasse zum Gemeindehaus und zu den Läden dient, wird es vom Durchgangsverkehr zusätzlich stark belastet. Der Gemeinderat will mit einer Plakataktion an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer appellieren. Er ruft die Autofahrer und Autofahrerinnen aus Richtung West dazu auf, den übergeordneten Strassenzug via Dorfplatz Richtung Husen–Bazenheid zu benutzen und auf eine Durchfahrt zwischen Gemeindehaus und Landi zu verzichten. Zusätzlich wird der Werkhof in nächster Zeit einige Poller im Einlenkerbereich Volg/Gemeindehaus Richtung Gähwilerstrasse anbringen. Diese Massnahme soll dem Schutz der Fussgänger dienen und gleichzeitig verhindern, dass überall und ungeordnet parkiert wird. Der Gemeinderat dankt allen motorisierten Verkehrsteilnehmern für das Verständnis und die Rücksichtnahme.

Rekord bei Steuerabschluss

Der Gemeinderat durfte an seiner Sitzung vom 20. Januar von einem höchst erfreulichen Rechnungsabschluss 2014 Kenntnis nehmen. Mit einem unerwartet hohen Ertragsüberschuss von 4 965 028.72 Franken handelt es sich um das beste Ergebnis seit Jahren.

Das gute Jahresergebnis widerspiegelt die grosse Bautätigkeit und den regen Liegenschaftshandel in der Gemeinde. Allein aus Grundstückgewinn- und Handänderungssteuern resultierte ein Mehrertrag von rund 1,4 Millionen Franken, also bedeutend mehr als in den Vorjahren. Höchst erfreulich ist auch der Mehreingang bei den Einkommens- und Vermögenssteuern in der Höhe von 1,3 Millionen Franken. Auf Seiten der Schulgemeinden Kirchberg und Gähwil fiel der Steuerbedarf um 705 614.07 Franken niedriger aus, und auch bei der Sozialhilfe mussten 685 096.71 Franken weniger ausgegeben werden. Bei den Gemeindesteuern konnten Risikopositionen abgebaut werden, was zur Auflösung des Delkredere mit entsprechender Vereinnahmung in der laufenden Rechnung des Gemeindehaushaltes in der Höhe von 497 160 Franken führte.

Dank dem guten Rechnungsergebnis können die vom Kanton aus dem individuellen Sonderlastenausgleich erhaltenen Beträge von 1 266 322 Franken vollumfänglich zurückbezahlt werden. Somit verbleibt der Gemeinde noch ein Ertragsüberschuss von 3 698 706.72 Franken, der in das Eigenkapital eingelegt werden kann. Dieses erreicht damit Ende 2014 eine Höhe von total 7 804 178.22 Franken. Unter Berücksichtigung des noch abzuschreibenden ordentlichen Verwaltungsvermögens von 0,4 Millionen Franken und unter Einbezug des Eigenkapitals von 7,8 Millionen Franken verfügt die Gemeinde im steuerfinanzierten Haushalt per Ende 2014 über ein Reinvermögen von 7,4 Millionen Franken. Dies ist ein respektables Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die Gemeinde Kirchberg noch im Jahr 1999 einen Höchststand an Schulden im Betrag von 29 Millionen Franken aufwies.

Der Gemeinderat ist sehr froh, dass der Gemeindehaushalt mittlerweile über ein schönes Eigenkapital verfügt. Diese Mittel werden in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen. Die wirtschaftlichen Aussichten sind ungewiss, die öffentlichen Aufgaben werden tendenziell zunehmen, und die steigenden Investitionen werden die Gemeinderechnung in Zukunft wieder vermehrt mit Abschreibungsquoten belasten.

Neophyten bekämpfen

Im Jahr 2010 schlossen sich die neun Gemeinden Degersheim, Flawil, Gossau, Jonschwil, Kirchberg, Oberbüren, Oberuzwil, Uzwil, Zuzwil zusammen, um gemeinsam mit kantonalen Fachstellen die Neophyten-Vorkommen im Einzugsbereich der Glatt und Thur zu bekämpfen.

Die Neophyten-Pflanzen sind aus anderen Kontinenten bei uns eingewandert oder wurden eingeschleppt und breiten sich wegen fehlender Konkurrenz oder natürlicher Feinde sehr effizient und auf Kosten der angestammten Vegetation aus. Einige davon stellen ein gesundheitliches Risiko für Menschen dar, andere bedrohen die Vielfalt der einheimischen Flora, wieder andere verursachen Probleme wegen ihrer destabilisierenden Wirkungen von Gewässer, Bahn- und Strassenböschungen.

Zur Bekämpfung entlang von Bächen und Waldrändern wurden Bekämpfungsgruppen aus Gemeindeangestellten, Gartenbauunternehmen, kantonalen Ämtern, Angehörigen des Zivilschutzes, Zivildienstleistenden und Asylbewerbern gebildet. Im Dezember 2014 konnten die beteiligten Gemeinden und Kantonsvertreter davon Kenntnis nehmen, dass 4448 Arbeitsstunden geleistet wurden. Die Kosten von 119 400 Franken wurden zwischen dem Kanton und den neun beteiligten Gemeinden aufgeteilt.

Die Arbeitsstunden und Kosten bewegen sich im Rahmen des Vorjahres, sind aber deutlich tiefer als zu Beginn der fünfjährigen Bekämpfungsperiode (2010: 450 000 Franken; 2011: 229 000 Franken; 2012: 135 000 Franken; 2013: 115 600 Franken). Die Vorkommen und Dichte der Neophyten haben deutlich abgenommen, weil die Bekämpfung konsequent gemacht wurde.

Tiefere Dichte der Pflanzen

Das Fazit der fünfjährigen Projektperiode ist insgesamt erfreulich, darf aber nicht zu übertriebener Euphorie verleiten. In allen beteiligten Gemeinden sind die Vorkommen und die Dichte der Pflanzen zurückgegangen. Mit den Erfahrungen der letzten fünf Jahre haben die Gemeinde-Bauämter zusammen mit den zugezogenen Helfern nun das Know-how, um die Neophyten gemeindeweise weiter zu bekämpfen. Eine regionale Koordination ist nicht mehr nötig. Ein Nachlassen bei der Bekämpfung würde dazu führen, dass die Neophyten schnell wieder überhand nehmen würden.

Mehr Versicherungsleistungen

Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen teilt mit, dass im Kalenderjahr 2014 total rund 27,8 Millionen Franken an Versicherungsleistungen in die Gemeinde Kirchberg ausbezahlt wurden. Dies bedeutet rund 1,7 Millionen Franken mehr als noch im Vorjahr. Die ausbezahlten AHV-Renten betragen rund 17,6 Millionen (Vorjahr: 16,7 Millionen), IV-Renten 4,4 Millionen (4,3 Millionen), Ordentliche Ergänzungsleistungen 5,1 Millionen (4,5 Millionen), ausserordentliche Ergänzungsleistungen 0,1 Millionen (0,1 Millionen), Hilflosenentschädigungen zur AHV 0,3 Millionen (0,3 Millionen) und Hilflosenentschädigungen zur IV 0,3 Millionen (0,2 Millionen). (gem.)