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Vorwürfe zu zwei Vergaben rund um die Sanierung der Pfarrkirche Appenzell sind unbegründet

Während des Umbaus der Pfarrkirche St. Mauritius in Appenzell wurden Kirchenbänke und Orgelpfeifen in externen Räumlichkeiten eingelagert. Nach Prüfung der Vergabe attestiert die Standeskommission dem Kirchenrat korrektes Vorgehen, sie mahnt aber auch.
Ein Jahr dauern die Renovationsarbeiten in der Pfarrkirche St. Mauritius in Appenzell. An Ostern wird die Kirche wieder geöffnet. (Bild: Mea Mc Ghee, 14. Juni 2018)

Ein Jahr dauern die Renovationsarbeiten in der Pfarrkirche St. Mauritius in Appenzell. An Ostern wird die Kirche wieder geöffnet. (Bild: Mea Mc Ghee, 14. Juni 2018)

Seit knapp einem Jahr wird die Pfarrkirche St. Mauritius in Appenzell restauriert. Gut drei Millionen Franken kosten die Arbeiten. An Ostern soll der «Moritz» in neuem Glanz erstrahlen und wieder für Gottesdienste zur Verfügung stehen.

Kirchenräte an Firmen beteiligt

Im Zuge der Sanierung wurde dem Kirchenrat der katholischen Krichgemeinde Appenzell vorgeworfen, er habe zwei Aufträge nicht vorschriftsgemäss vergeben. Aufgrund der eingegangenen Hinweise hat die Standeskommission den Abschluss zweier Verträge durch den Kirchenrat überprüft. Die Vergaben standen im Zusammenhang mit der Sanierung der Pfarrkirche St. Mauritius. Wie es in einer Mitteilung der Ratskanzlei heisst, wurden die Aufträge an Firmen vergeben, an denen Kirchenräte persönlich beteiligt sind. So wurden für Elektroarbeiten die Elektro Sonderer AG und für die Einlagerung der Kirchenbänke und Orgelpfeifen während der Sanierung die Tawa Albert Weishaupt AG berücksichtigt.

Im Interesse der Kirchgemeinde

Die Standeskommission stellte bei ihrer Überprüfung fest, dass die Vergaben im Interesse der Kirchgemeinde waren und die wesentlichen Punkte für eine korrekte Vergabe eingehalten wurden. Für die Elektroarbeiten in der Pfarrkirche St. Mauritius waren mehrere Offerten eingegangen. Die Offertöffnung, bei welcher die Offerten bekannt werden, sei öffentlich durchgeführt worden, so die Mitteilung. Die Elektro Sonderer AG hatte die günstigste Offerte eingereicht.

Alternativen geprüft

Der Mietvertrag für die vorübergehende Einlagerung der Kirchenbänke und Orgelpfeifen in Räumlichkeiten der Tawa Alter Weishaupt AG sei erst in Betracht gezogen worden, nachdem diverse Alternativen geprüft worden waren. Die Standeskommission hält fest: «Die Zuschläge für die Vergabe der Elektroarbeiten sowie für den Abschluss des Mietvertrags beruhten auf sachlichen Gründen.»

Formelle Mängel

Die Vergaben seien in den wesentlichen Punkten korrekt verlaufen und im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die Standeskommission beurteilte jedoch in formeller Hinsicht einzelne Punkte als verbesserungswürdig. Diese habe man mit dem Kirchenrat besprochen. Letzerer wurde angehalten zu gewährleisten, dass künftig alle Formalien konsequent eingehalten und dokumentiert werden. (rk)

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