Vorurteile kennen keine Grenzen

Die Filmkomödie «Monsieur Claude und seine Töchter», die am kommenden Freitag, 6. November, um 20.15 Uhr im Kino Passerelle in Wattwil gezeigt wird, greift die IDA-Woche vom September auf.

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Interreligiöser Dialog in «Monsieur Claude und seine Töchter». (Bild: pd)

Interreligiöser Dialog in «Monsieur Claude und seine Töchter». (Bild: pd)

WATTWIL. Auch wenn die IDA-Woche im September war, ist der interreligiöse Dialog (IDA) stets aktuell. Die preisgekrönte Filmkomödie «Monsieur Claude und seine Töchter» thematisiert das familiäre Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen. Es ist eine Veranstaltung der Austauschgruppe Interreligiöser Dialog, zu der die Fachstelle Integration Toggenburg, die katholischen und reformierten Kirchgemeinden im Toggenburg, das Islamische Kulturzentrum Wattwil und der Bosnische Kulturverein Ricken gehören.

Männer aus anderen Kulturen

Der prämierte Film handelt von dem bürgerlich-konservativen Ehepaar Claude (Christian Clavier) und Marie Verneuil (Chantal Lauby) aus Chinon in Frankreich. Sie sind stolze Eltern von vier erwachsenen Töchtern. Zu ihrem Leidwesen heiraten die drei älteren Töchter Männer aus andere Kulturkreisen: Tochter Odile ist mit dem erfolglosen jüdischen Geschäftsmann David verheiratet, Isabelle hat sich mit dem algerischstämmigen muslimischen Rechtsanwalt Rachid vermählt, und Ségolène ist Ehefrau des chinesischstämmigen Bankers Chao Ling. Die letzte Hoffnung der Eltern auf einen wunschgemässen Schwiegersohn ruht auf Tochter Laure. Bei allen Familienfeiern kommen die Vorurteile der Verneuils gegenüber den Schwiegersöhnen zur Sprache.

Friede scheint in der Familie erst einzukehren, als Claude und Marie ihre Töchter und Schwiegersöhne zur Weihnachtsfeier einladen, wo sich Claude entschuldigt, David, Rachid und Ling zusammenfinden und die Familie sogar zur katholischen Messe begleiten. Schliesslich eröffnet Tochter Laure ihren Eltern, dass sie den katholischen Schauspieler Charles heiratet. Hier nimmt die Geschichte ihren Lauf, denn der zukünftige Schwiegersohn ist trotz der bevorzugten Religion anders, als ihn sich die Eltern wünschen. Aber auch Töchter und Schwiegersöhne provozieren vielfältige Missverständnisse.

Alle Religionen willkommen

Zu diesem Film des Regisseurs und Drehbuchautors Philippe de Chauveron, der auch für Kinder geeignet ist, sind alle Toggenburger der verschiedenen Religionen und Konfessionen eingeladen. Der Eintritt wird von der Austauschgruppe Toggenburg übernommen. Im Anschluss sind alle Besucher im oder vor dem Kino zu einem kleinen Apéro eingeladen. (pd)

«Monsieur Claude und seine Töchter» am 6. November um 20.15 Uhr im Passerelle.