Vorübergehend zu wenig Platz im Schulhaus

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Schlatt Die 19 Stimmbürger der Schulgemeinde Schlatt wurden am Freitagabend über die weitere Zusammenarbeit mit der Schule Haslen informiert.

In den Schuljahren 2017/18 und 2018/19 läuft der Schulbetrieb noch wie bisher. Das heisst, alle Kindergärtler sowie 1.- und ­2.-Klässler von Schlatt und Haslen besuchen die Schule in Schlatt. Die 3.- bis 6.-Klässler werden in Haslen unterrichtet. Im Schuljahr 2019/2020 liegt dann aber die Zahl der Kindergärtler bei 28, was über der gesetzlichen Höchstzahl von 22 liegt. Deshalb wird dann in Schlatt mehr Raum für den Kindergarten benötigt. Aus diesem Grund werden die erste und zweite Klasse in den Schuljahren 2019/20 und 2020/2021 bereits in Haslen unterrichtet. Danach können die beiden Kindergartenklassen wieder zusammengeführt werden. Dann müssen aber die 1.- und 2.-Klässler getrennt unterrichtet werden. Deshalb gehen jeweils die Zweitklässler für weitere zwei Jahre nach Haslen, die Erstklässler sind wieder in Schlatt. Ab dem Schuljahr 2023/24 soll der Schulbetrieb wieder seinen gewohnten Lauf nehmen.

Erste mündliche Abklärungen mit dem Schulamt hätten bereits stattgefunden, sagte Schulratspräsident Andreas Fuchs. Er könne sich eine Lösung in diese Richtung vorstellen. Der Schulrat werde nun mit dem Schulamt weitere Schritte diskutieren.

Die Rechnung 2016 der Schulgemeinde Schlatt schloss mit einem Gewinn von rund Fr. 138 000 ab. Auch in diesem Jahr wird mit einem Plus gerechnet. Dieses wird voraussichtlich Fr. 113 000 betragen. Der Schulrat empfahl den Bürgern, trotz einem guten Jahresabschluss, den Steuerfuss auf 75 Steuerpunkten zu belassen. Es erscheine ihm wichtig Eigenkapital anzusparen, um die voraussichtlich fünf defizitären Schuljahre ab 2020 mit rund Fr. 400 000 ohne grösseres Minus im Eigenkapital zu überstehen. Der Beibehaltung des Steuerfusses in der Höhe von 75 Steuerpunkten wurde zugestimmt.

Der Schulrat Schlatt gab ­zudem eine Stellungnahme zur bevorstehenden Hallenbad-Abstimmung ab. Er empfiehlt, einer der beiden Neubau-Varianten zuzustimmen, um so das Schulschwimmen auch weiterhin zu sichern. Allfällige Voten betreffend einer Sanierung des bestehenden Hallenbades seien klar abzulehnen.

Der gesamte Schlatter Schulrat stellte sich zur Wiederwahl. Den Rücktritt eingereicht hatte die zweite Revisorin Judith Hörler. Als Nachfolgerin gewählt wurde Ruth Rechsteiner.

An der nächsten Schulgemeinde wird der Schulrat den Antrag stellen, die Waldparzelle zu veräussern. Begründet wurde die Verkaufsabsicht damit, dass der Besitz, die Pflege und der Unterhalt des Waldes und der dazugehörenden Flurstrasse nicht zum Aufgabenbereich einer Schulgemeinde gehöre. Der Schulrat solle sich auf das Kerngeschäft Schulbetrieb konzentrieren können.

Im laufenden Jahr wird der Schulrat unter anderem die Dachsanierung unter die Lupe nehmen. (vp)