VORDERLAND: Pflegeheim mit tieferer Auslastung

Beim Betreuungs-Zentrum Heiden liegt die Belegung unter dem Budget. An der Delegiertenversammlung wird Ursula Albrecht zur Präsidentin gewählt. Neu im Vorstand sind Karin Waltenspühl und Gallus Pfister.

Jesko Calderara
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Zur Trägerschaft des Betreuungs-Zentrums Heiden gehören alle Vorderländer Gemeinden und Oberegg. (Bild: APZ)

Zur Trägerschaft des Betreuungs-Zentrums Heiden gehören alle Vorderländer Gemeinden und Oberegg. (Bild: APZ)

Jesko Calderara

jesko.calderara@appenzellerzeitung.ch

An der Spitze des Betreuungs-Zentrums Heiden kommt es zu einem Wechsel. Nach 26 Jahren in verschiedenen Funktionen, unter anderem auch für die Vorgänger-Institutionen, reichte Präsident Josua Bötschi auf die diesjährige Delegiertenversammlung seinen Rücktritt ein. Zu seiner Nachfolgerin wählten die 17 anwesenden Delegierten am Mittwoch Ursula Albrecht. Die neue Präsidentin gehört seit einem Jahr dem Vorstand des Betreuungs-Zentrums an und ist Gemeinderätin in Wolfhalden. Im Leitungsgremium des Zweckverbandes, dem die Gemeinden Heiden, Wald, Rehetobel, Grub, Wolfhalden, Lutzenberg, Walzenhausen, Reute und der Bezirk Oberegg angeschlossen sind, kam es noch zu einer zweiten Rochade. Ueli Graf, der ehemalige Gemeindepräsident von Rehetobel, arbeitet künftig nicht mehr im Vorstand mit. Darin Einsitz nehmen dafür ab sofort als Vertreter der Standortgemeinde Heiden Gemeindepräsident Gallus Pfister und Karin Waltenspühl aus Reute. In seinen Ausführungen ging Josua Bötschi auf das laufende Geschäftsjahr ein. «Wir kämpfen zurzeit mit Belegungsproblemen», sagte er. Aktuell liegt die Auslastung bei ungefähr 91 Prozent. Als Grund für den Rückgang nannte Bötschi in seinem schriftlichen Kommentar zum Budget 2017 die Konkurrenz durch Alters- und Pflegeheime in der Region sowie die Tatsache, dass Bewohner vermehrt nach Hause gehen und sich durch Personen aus Osteuropa pflegen lassen. Dennoch rechnen die Verantwortlichen für nächstes Jahr mit einer steigenden Belegung. Das Budget sieht bei einem Aufwand von rund 6,5 Millionen Franken einen Gewinn vor. Dieser beträgt 60000 Franken.

Gemeinde Reute gegen Statutenrevision

Keine Diskussionen gab es zum Voranschlag des Bestattungsdienstes Vorderland. Bei einem geplanten Aufwand von rund 142000 Franken resultiert ein kleiner Ertragsüberschuss von 700 Franken. Die Delegiertenversammlung sprach sich im Verlauf des Abends für die überarbeiteten Statuten aus. Einzig die beiden Vertreterinnen der Gemeinde Reute votierten mit Nein. Der dortige Gemeinderat hätte sich eine Totalrevision gewünscht. Im Rahmen der zweijährigen Teilrevision wurden Begrifflichkeiten in den Statuten vereinfacht und die Bestimmungen an das Finanzhaushaltsgesetz sowie den Gegebenheiten in Innerrhoden angepasst. Die Vorlage untersteht nun dem fakultativen Referendum, bevor sie beim Kanton zur Genehmigung eingereicht wird.

Josua Bötschi und seine Nachfolgerin Ursula Albrecht flankiert von Gallus Pfister und Karin Waltenspühl. (Bild: Rolf Rechsteiner)

Josua Bötschi und seine Nachfolgerin Ursula Albrecht flankiert von Gallus Pfister und Karin Waltenspühl. (Bild: Rolf Rechsteiner)