VORDERLAND: Humanität an zehn Stationen

Am kommenden Samstag wird der Themenweg von Walzenhausen nach Heiden eingeweiht. Er erinnert an Friedenspersönlichkeiten, die für ihr menschliches Handeln bekannt wurden.

Jesko Calderarara
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Abschluss des Wanderwegs bildet die Friedensglocke beim Dunant-Museum in Heiden. (Bild: APZ)

Abschluss des Wanderwegs bildet die Friedensglocke beim Dunant-Museum in Heiden. (Bild: APZ)

Jesko Calderarara

jesko.calderara@appenzellerzeitung.ch

Der Rot-Kreuz-Gründer Henry Dunant, die Flüchtlingsmutter Gertrud Kurz oder der Armeniervater Jakob Künzler: Sie alle lebten einst im Appenzellerland. Als Erinnerung an solche Persönlichkeiten ist ein Themenweg von Walzenhausen nach Heiden mit insgesamt zehn sogenannten Friedensstationen entstanden. Am kommenden Samstag wird er eingeweiht (siehe Zweittext). Initiator des Projekts ist der Verein Dunant 2010 plus. Dessen Präsident Hansjörg Ritter sagt: «Wir wollen Menschen ein Gesicht geben, die durch ihr humanitäres Wirken und ihre Zivilcourage weit über die Landesgrenzen ­hinaus Anerkennung erworben haben.» Das Wissen über solche Pioniere werde auf diese Weise für künftige Generationen er­halten bleiben. Es gehe aber auch darum, zu zeigen, was mit menschlichem Verhalten und sozialem Engagement möglich sei, sagt Ritter. «Das ist auch in der heutigen Zeit bei gesellschaftlichen und ethischen Fragen wie der Flüchtlingskrise von grosser Bedeutung.»

Ausgangspunkt der rund zweieinhalbstündigen Wanderung ist die Kirche Walzenhausen. Anschliessend führt der Weg über Lutzenberg und Wolfhalden nach Heiden. Die Route kann problemlos auch in umgekehrter Richtung gelaufen werden. Auf halber Strecke ist der Friedenstisch des Künstlers HR Fricker als verbindendes Element platziert. Entlang der Strecke vermittelt jede der zehn Stationen, bei der jeweils ein Würfel zum Verweilen einlädt, Informationen und Bilder über das Wirken einer Persönlichkeit. Nebst den bereits ­erwähnten Dunant, Kurz und Künzler sind dies Carl Lutz, Willi Kobe sowie Margrit Besmer-Kobe, Carl Böckli (Bö), Catharina Sturzenegger und Theodosius Florentini.

Das Konzept sieht vor, dass die beteiligten Institutionen im Vorderland wie die Kirche Wolfhalden, der «Sonneblick» Walzenhausen und das Dunant-Museum Heiden Workshops und Referate zu Themen wie Humanität und Zivilcourage organisieren.