VORANSCHLAG: Bauprojekte auf gutem Weg

Der Gemeinderat von Ebnat-Kappel stellte am Montag das Budget 2018 vor. Zudem wurde über den Stand der Planungsarbeiten der Bauprojekte Altersheim respektive Schulhaus und Turnhalle Wier informiert.

Urs M. Hemm
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Ein Umtrunk nach der Budgetversammlung im Foyer der Aula Wier gab für weiteren Austausch Gelegenheit. (Bilder: Urs M. Hemm)

Ein Umtrunk nach der Budgetversammlung im Foyer der Aula Wier gab für weiteren Austausch Gelegenheit. (Bilder: Urs M. Hemm)

Durch den Abbau von Schulden und regelmässig getätigter Abschreibungen stehe es gut um die Finanzen der Gemeinde Ebnat-Kappel, sagte Gemeindepräsident Christian Spoerlé. Dennoch: «Hinsichtlich der Investitionen, welche in den kommenden Jahren auf uns zukommen, können wir uns niedrigere Steuereinnahmen nicht erlauben. Deswegen werden wir an der Bürgerversammlung beantragen, den Steuerfuss auf 145 Prozent zu belassen.» Zu den angekündigten Investitionen gehören unter anderem der Neubau des Alters- und Pflegeheims (APH) Wier sowie die Erweiterung und Instandsetzung der Schulanlage Wier. Ersteres Projekt wird das Budget 2018 mit einem jährlichen Investitionskostenbeitrag in der Höhe von 2 Millionen Franken belasten, das zweite Vorhaben wird mit 1,5 Millionen Franken zu Buche schlagen. Dennoch rechnet der Gemeinderat mit einem Einnahmenüberschuss von rund 134 000 Franken.
 

Plan sieht Neubau-Bezug für 2024 vor

Zum Stand der Planungsarbeiten für den Neubau des APH Wier informierte Daniel Thoma, Geschäftsführer Alters- und Pflegeheime. Dafür werden im kommenden Jahr Aufwendungen von knapp 3,2 Millionen Franken vorgesehen. Davon entfallen 3 Millionen Franken auf die Planungs- arbeiten. «Aktuell ist die Baukommission einerseits intensiv damit beschäftigt, die Kapitalaufnahme vorzubereiten. Andererseits müsse die Zwischenlösung für die Bewohner, welche während des Baus umquartiert werden müssen, geplant werden», erläuterte Thoma. Zudem werden bereits erste Fachplaner beauftragt. «Gleichzeitig besuchen wir verschiedene Institutionen, um zu sehen, was funktioniert und um Fehler zu vermeiden.» Der Zeitplan sieht vor, im Jahr 2020 mit dem Bauarbeiten beginnen zu können, damit das neue APH im Jahr 2024 bezugsbereit ist.
 

Volksschule im Wandel

Schulratspräsident Pierre Joseph hielt ein Referat zum Thema Entwicklung an der Schule. Dabei beleuchtete er die gesellschaftlichen Veränderungen, aber auch die Ansprüche der Wirtschaft an abgehende junge Menschen. «Die Entwicklung zeige, dass die Aufgabe der Schule, der Lehrer, in ständigem Wandel sei. Die Förderung des einzelnen Kindes, seiner Fähigkeiten, aber auch seiner sozialen Kompetenzen rücke immer stärker ins Zentrum, was sich auch bei der Einführung des Lehrplans 21 zeige, die zurzeit im Gange sei. Diese Stossrichtung wurde nicht von allen Anwesenden goutiert, die zwar die Förderung der Sozialkompetenzen nicht in Abrede stellten. Dennoch warnten sie davor, dass dies nicht auf Kosten der traditionellen Fächer wie Schreiben, Lesen oder Rechnen geschehen dürfe.

Zuvor informierte Martina Münster, Bauherrenberaterin für das Schulhausprojekt Wier, über den Stand der Dinge. Es wurde die ursprüngliche Planung in einigen Punkten optimiert – der bewilligte Kreditrahmen werde eingehalten.

Weitere Informationsveranstaltungen zu beiden Projekten sollen in regelmässigen Abständen folgen.